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1813, 1814, 1815 : Volksbuch
Entstehung
Seite
459
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459den können. Doch sie halten nicht an, und obschon es Mitternachtist, verfolgen sie die Franzosen noch 2 Stunden hinter Genappes.Diese hartnäckige Verfolgung war von dem äußersten Erfolge,denn sie löste die französische Armee so sehr auf, daß es unmöglichward, in den nächsten Tagen auch nur etwas von Truppenzusammen zu bringen *).*) Die Engländer haben später versucht, sich den Ruhm dieserSchlacht allein anzueignen, ja man ist sogar so weit gegan-gen, die Theilnahme der Preußen nicht nur als gering zubezeichnen, sondern fast ganz wegzuleugnen. Selbst Wel-lington hat später erklärt, die Mannszucht der Preußentauge nichts. Gegen diesen schmählichen Undank müssen dieDeutschen sich auflehnen. Wahr ist es, die englischen Linien,die übrigens zum größten Theile aus Deutschen und Nieder-ländern bestanden, sind nicht durchbrochen worden, allein siewären es wahrscheinlich, wenn die Preußen nicht einen großenTheil der Franzosen auf sich gezogen hätten. Dem Verfasserdieses liegen Abschriften der Original=Berichte preußischerHeerführer über die Schlacht und die Verfolgung vor. Ausdiesen ergibt sich klar, wie nur der Angriff der Preußen esmöglich machte, daß Wellington seine Stellung hielt,und daß die Verfolgung des nur aus Preußen bestehendenFüselier=Bataillons den Erfolgen der Schlacht erst die Kroneaufsetzte. Denn bis dahin war die Schlacht nur ein abge-schlagener Angriff, die Verfolgung aber löste das französischeHeer völlig auf, das sich ohne diese leicht bei Genappeswieder setzen und ordnen konnte. Die Preußen verlorenin der Schlacht, nach dem, dem Verf. vorliegenden genauenBerichte, an Todten, Verwundeten und Gefangenen 176Officiere, 422 Unterofficier, 50 Spielleute, 3 Chirurgen,5723 Gemeine und 655 Pferde, Summa 6374 Mann.Geblieben sind davon 21 Officiere, 71 Unterofficiere, 1057Gemeine. Verwundet 235 Officiere, 235 Unterofficiere, 3559Gemeine. Dieser bedeutende Verlust beweist eine sehr bedeu-tende Theilnahme am Gefechte. Nehmen wir den günstigsten