45stärke sich gegen Blücher gewandt und links hin 40,000 Manngegen Wellington gesandt hatte, so wandte er sich jetzt mitseiner Hauptstärke gegen diesen und sandte 40,000 Mann rechtshin, um Blücher in Schach zu halten. Allein das gelangihm nicht. Er hatte gehofft, das geschlagene preußische Heerwürde sobald nicht zum Stehen kommen, wenn er es mit40,000 Mann verfolgen ließe. Diese Verfolgung fand aberzu spät und auf falschem Wege statt. Grouchy, dem dieselbeübertragen worden, brach erst Mittags am 17. auf und suchtedie Preußen lange vergebens auf der Straße nach Namurwährend Blücher Muße hatte, sich bei Wavre wieder voll-ständig zu ordnen. Erst am 18. kam Grouchy nach Wavreund da war es zu spät, auch war er zu schwach, Blüchervon der Schlacht bei Belle=Alliance abzuhalten. — NachdemNapoleon Grouchy abgesandt hatte, lenkte er den Marschseiner übrigen Truppen nach Quatrebras, um sich dort mitNey zu vereinigen und Wellington anzugreifen. WieBlücher die Gegend von Sombref, so hatte Wellingtondie Gegend von Mont St. Jean, auf der Brüsseler Straße,unweit Waterloo, zum Schlachtfelde sich ausersehen. Am Mor-gen des 17. erfuhr er Blüchers Rückzug, und konnte versichertsein, daß Napoleon sich gegen ihn wenden würde. Er verliefdaher die Stellung von Quatrebras, die er Tags zuvor gegenNey behauptet hatte und zog sich ruhig auf der BrüsselerStraße nach Mont St. Jean zurück, wo er Stellung nahm.Napoleon erreichte die Brüsseler Straße von Ligny aus beiQuatrebras, vereinigte sich mit Ney und zog Wellingtonnach. Am Abend befand er sich bei Planchenoit der engli-schen Armee gegenüber. Die hereinbrechende Nacht und einstarker Regen verhinderten für diesen Abend alle fernernUnternehmungen.
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