Druckschrift 
1813, 1814, 1815 : Volksbuch
Entstehung
Seite
448
Einzelbild herunterladen
 

443auf der Straße von Brüssel vor, um die niederländische Armeein Schach zu halten. Ney rückte am 15. Nachmittags vorund gelangte bis zu dem Dorfe Frasne, aus welchem er dieVorposten des niederländischen Heeres vertrieb. Am 16. Mor-gens erkundete Ney die Stellung seiner Gegner und wartetedie weitern Besehle Napoleons ab. Ihm gegenüber beiQuatrebras stand nur eine niederländische Division von etwa7000 Mann. Wellington hatte auf ein Heranziehen desFeindes auf Brüssel nicht mehr gerechnet, da er erfuhr,Blücher sei angegriffen worden; er stand in der Meinung,die ganze französische Macht stehe gegen die Preußen. Daherversprach er Hülfe zu bringen und daher konnte er nicht Worthalten, weil ihn Ney selbst bei Quatrebras festhielt. Nererhält von Napoleon Befehl vorzudringen. Gegen Mittaggreift er an. Er hat 24,000 Mann auf dem Schlachtfelde,von den Gegnern steht immer nur noch die niederländischeDivision da. Diese wird natürlich zurückgedrängt, leistet aberdoch so lange Widerstand, bis endlich Unterstützung eintrifft.Es sind Engländer und Braunschweiger. Das Vordringen derFranzosen wird gehemmt, die Verbündeten setzen sich in Quatre-bras fest und besetzen die Straße rechts und links von da.An dem Wege zwischen Quatrebras und Frasne liegt eineMeierei *). Um diese dreht sich das Gefecht des Mittelpuncts.Sie wird wiederholt genommen und verloren. Ein Dorf aufdem linken Flügel der Verbündeten **) war von den Franzosenbesetzt worden, die Verbündeten nehmen es und verlieren eswieder. Das Gefecht steht, ist aber blutig. Ney erhält*) Gemioncourt.**) Piermont.