446sendet er seine Garden gegen Ligny. Die ermatteten Preußenvermögen dem ungeschwächten Feinde nicht zu widerstehen, Ligngeht trotz der hartnäckigsten Vertheidigung verloren, ihre Mitteist durchbrochen.Die preußische Reiterei eilt noch einmal herbei zu neuemAngriffe, allein den schweren Panzerreitern Napoleons ver-mochten die leichten Reiter nichts anzuhaben *). Zu gleicherZeit wird St. Amand verloren, der Sieg gehört dem Feinde,der Rückzug ist unausbleiblich. Das dritte Corps vom linkenFlügel muß ihn decken. Bis Nachts 1 Uhr vertheidigt diesesdas Dorf Bry und die Straße nach Quatrebras; der Rückzugbleibt im Ganzen ungefährdet, die Franzosen sind selbst zusehr ermattet, um eine starke Verfolgung einzuleiten.Napoleon hatte einen Sieg erfochten, wenn auch keinenglänzenden. Das Ausbleiben Bülow's und Wellingtonsmußte die Pläne Blüchers zu Nichte machen. Die Preußenhatten sich äußerst brav geschlagen, was um so mehr anzuerkennenist, da ihre Truppen meistens aus Landwehr und jungenungeübten Soldaten bestanden, während Napoleon seinealten, unter den Waffen ergrauten Krieger in's Feld führte.Die Stärke der Heere war ziemlich gleich gewesen. Blücherzählte etwa 78,000 Mann, Napoleon 75,000 Mann.Die Preußen verloren 12,000 Mann an Todten undVerwundeten, dazu 21 Geschütze. Die Franzosen gaben ihrenVerlust auf 7000 Mann an.*) Bei diesem Angriffe ward Blüchers Pferd getödtet und erselbst stürzte so unglücklich, daß er unter dasselbe zu liegenkam. Die feindlichen Reiter jagten ihm vorbei, ohne ihnzu sehen; sie wurden wieder geworfen und erst jetzt gelanges den Preußen, ihren Feldherrn zu retten, der nur wiedurch ein Wunder der Gefangenschaft entging.
sich ähn### eine###Als Napole###