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1813, 1814, 1815 : Volksbuch
Entstehung
Seite
431
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451Gemals wohl unterrichtet war und keinen Widerstand leistenkonnte, hatte in Folge einer Uebereinkunft mit dem Befehls-haber der britischen Flotte *) die Waffenvorräthe und Schiffein Neapel ausgeliefert, damit sie dem König Ferdinand IV.von Sicilien übergeben werden sollten. Murat, von demVerlust seiner Hauptstadt unterrichtet, versuchte noch einmalUnterhandlungen, allein vergebens. Die Oesterreicher erklärtener habe seine Krone verloren und sie könnten mit ihm nichtunterhandeln. Jetzt blieb ihm nichts übrig, als das Heerund das Land zu verlassen; er begab sich nach Frankreich.Nach seiner Abreise schlossen die neapolitanischen Feldherrenmit den Oesterreichern Waffenstillstand und übergaben die nochin ihrer Gewalt befindlichen Festplätze, mit Ausnahme einigerwenigen, die, von eifrigen Anhängern Murat's hartnäckigvertheidigt, erst durch Belagerung genommen wurden. Und esbegab sich in Neapel dasselbe Schauspiel, wie ein Jahr vorherin Frankreich. Nachdem die Person des fremden Herrschersbeseitigt war, nahmen die eingebornen Bourbons mit Hülfe derfremden Bajonette Besitz von ihrem alten Throne.So warauch hier viel Blut geflossen, nicht für Grundsätze, nicht fürVölkerwohl, nein, für die Personen der Herrscher.Die neueRegierung trat anfangs mild und versöhnend auf. Zwar hatteMurat noch viele Anhänger, welche einen Freibanden=Krieganfingen, allein mit Hülfe der österreichischen Krieger wurdedas Land nach und nach beruhigt. Ob Neapel dabei gewon-nen hat, daß es die Bourbons wieder auf dem Throne sieht,ist eine andere Frage; freisinniger ist die Regierung nichtgeworden, und das schöne Land ist sehr zurück in jederEntwicklung*) Campbell.