537noch die meisten belgischen Festungen besetzt, waren dagegenmit ihrer Macht im Felde auf den westlichen Theil Belgiens,auf das linke Ufer der Schelde beschränkt. Hier stand jetztGeneral Maison mit seinen Truppen, die sich auf etwa22,000 Mann belaufen mochten. Als Stützpuncte dienten ihmpern, und dann die Reihe der französischen Festungen, dienordöstlich gegen Belgien liegen*). Der andere Theil der Haupt-macht der Franzosen stand in und um Antwerpen, welches inGeneral Carnot einen neuen Befehlshaber erhalten hatte,der sich durch die geschickte Vertheidigung dieses Platzes berühmtgemacht hat.Von Seiten der Verbündeten theilen sich die Unterneh-mungen in die der Engländer und in diejenigen, welche unterdem Befehle des Herzogs von Weimar ausgeführt wurden.unter dem Befehle des Letzteren standen die deutschen Bundes-truppen **). Ferner stellten sich unter seine Befehle diepreußischen Truppen, welche Bülow bei seinem Marsche nachFrankreich in Doornick und Kortryk***) zurückgelassen hatte,um sich den Rücken zu decken. Der Herzog von Weimar gingüber Mecheln und Brüssel vor und nahm seine Hauptstellungnahe der französischen Grenze***), zwischen Mons (Bergen)und Ath. Gleichzeitig sandte er ein Corps zur BeobachtungAntwerpens ab. Durch diese Stellung hielt er den GeneralRaison in Schach, obwol er nicht viel gegen ihn unter-*) Lille, Douay, Condé, Valenciennes, Le=Quesnoy, Maubeuge,Avesnes u. s. w.**) Sachsen, Anhaltiner u. s. w.***)Tournay und Courtray.*d. h. der jetzigen. Man darf nicht vergessen, daß Belgiendamals zu Frankreich gehörte.25*
Einzelbild herunterladen
verfügbare Breiten