Druckschrift 
1813, 1814, 1815 : Volksbuch
Entstehung
Seite
342
Einzelbild herunterladen
 

542Die Franzosen standen in und hinter der Stadt, ihrenrechten Flügel an die Aube lehnend.Die Baiern standen vor der Stadt, ihren linken Flügelan die Aube lehnend. Der Plan ging nun dahin, daß diefeindliche Stellung umgangen werden sollte. Zu dem Endemarschirten russische und österreichische Truppen rechts ab, undstellten sich auf einem Berge (bei Bernonfait) mit der Frontgegen die Aube auf. Russische Reiterei ward noch weiter rechtsgesandt, um dem Feinde den Rückzug abzuschneiden.Die Franzosen veränderten jetzt ihre Stellung in so weitdaß sie Front gegen die Russen und Oesterreicher machten, derRücken gegen die Aube gekehrt. Der Kampf begann miteinem Angriff des Feindes auf die Russen, die rechts von derStadt standen, der Anfangs zu gelingen schien, später abge-schlagen wurde. Zu gleicher Zeit kamen die Verbündeten auder Höhe von Bernonfait mit dem Feinde zusammen. Diesergriff ungestüm an, warf die russische Reiterei und würde selbstdie Fußtruppen geworfen haben, hätte sich sein Anfall nicht an eineder russischen Artillerie gebrochen. Die Verbündeten verstärktenjetzt allseitig ihre Linien und das Gefecht begann sich zumgeschickt werdenNachtheil des Feindes zu neigen.im eineWährend dessen hatten die Baiern vor Bar mit demMann. DieAngriffe zurückgehalten und sich auf bloßes Plänkeln beschränkt, 2.bis die Umgehung des Feindes bewerkstelligt wäre. Alsjedoch hinter der Stadt der Sieg sich für die Verbündetenentschied, griffen die Baiern ernstlich die Stadt an. Die in JndinotFranzosen wehrten sich auf das Hartnäckigste, und vertheidig-ten in der Vorstadt Haus für Haus. Sie mußten jedoch denRückzug antreten, als sie auf dem Schlachtfelde hinter der Wie Verdünk.Stadt geschlagen waren. Ihre ganze Armee ging, lebhaft ver-folgt, über die Aube. Das erst beabsichtigte Abschneiden des in