359Sprichworte, ihnen eins anzuhängen. Dies war die Eroberungvon Rheims.Diese Stadt lag eigentlich schon hinter der Linie der beidenverbündeten Heere, und durch ihren Besitz war die Verbindungbeider aufrecht erhalten. Die Verbündeten hatten sie daherfrüher schon, doch nur schwach besetzt. Als Napoleon sickjetzt gegen Blücher gewendet hatte, entsendete er ein starkesCorps nach Rheims, welches die Stadt am Tage vor der Schlachtbei Craonne ohne große Mühe nahm.Blücher beauftragte den General St. Priest, sichRheims wieder zu bemächtigen. Dieser hatte eben Gelegenheiteinige Verstärkungen an sich zu ziehen, die aus Deutschlandkamen, wodurch er sein Corps auf 15,000 Mann brachte.Am 12. rückte er vor Rheims. Die Besatzung, nur 3000Mann, konnte wenig Widerstand leisten und wurde zum größtentheil gefangen.Kaum erfuhr dies Napoleon, als er nach Rheimsaufbrach. Die Vortruppen, Preußen, wurden überrascht und mitVerlust nach der Stadt zurückgeworfen. General St. Priest,ver es nur mit einer Streifpartie zu thun zu haben meinte,stellte seine Truppen vor der Stadt und dem Flüßchen auf,welches westlich Rheims vorbeifließt. Die ersten Angriffe derFranzosen werden zurückgeschlagen, allein bald mehrt sich dieZahl der Feinde, und überlegene Artillerie und Fußtruppenwerden in's Feuer gebracht. Die Russen müssen zurück.Rapoleon breitet sich immer mehr aus und macht Anstalt,den rechten Flügel der Verbündeten zu umgehen. St. Priestmuß an den Rückzug denken. Dieser wird nach Laon hinangetreten. Während nun der Kampf fortdauert, um denAbzug zu decken, wird St. Priest selbst tödtlich verwun-del. Damit ist die Ordnung gelöst, die Russen fliehen in
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