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1813, 1814, 1815 : Volksbuch
Entstehung
Seite
319
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319Festung angelangt, und im Begriff sie anzugreifen, erhielt erdie Nachricht, daß Macdonald in Chalons angekommenin und gegen ihn vorrücke. York mußte also die Unter-nehmung gegen Vitry für den Augenblick aufgeben undMacdonald entgegengehen. Dadurch kam es am 3. Februarzwischen beiden zu einem hartnäckigen Gefecht, in Folge dessenMacdonald nach Chalons zurückgeworfen wurde. York rücktenach und begann die Stadt zu beschießen. Doch Macdonaldentschloß sich zum Abzuge, den er nach einer Uebereinkunftmit dem preußischen Feldherrn, am 5. auf der Straße nachParis antrat. So kam Chalons in die Hände der Preußen.zu derselben Zeit waren die Franzosen aus dem rückwärtsgelegnen Vitry abgezogen und die Preußen waren ohneWiderstand auch in Besitz dieses Platzes gekommen. IhremMarsche auf Paris stand jetzt nichts im Wege, als Macdo-nald's schwaches Corps, denn von Napoleon, der linksan der Seine stand, schien nichts zu befürchten, da die Gegendzwischen der Marne und der Seine unwegsam, nur vonsumpfigen, schlechten Nebenwegen durchschnitten ist und einemheere, namentlich in der schlechten Jahreszeit gar keinenMarsch zu erlauben schien. Blücher, dadurch für seine linkeFlanke unbesorgt gemacht, von seinem Feuereifer vorwärtsgetrieben, wollte Macdonald noch abschneiden, ehe er Pariserreichen könnte und vereinzelte seine Kräfte zu sehr. Invielen ähnlichen Fällen möchte dies gut gegangen sein, alleinNapoleon, der von der Langsamkeit und Unentschlossenheitder gegen ihn stehenden großen Armee nichts zu fürchtenhatte, benutzte dies, um sich von der Seite her zwischen dieeinzelnen Corps des schlesischen Heeres zu werfen und ihnen empfind-liche Verluste beizubringen.