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1813, 1814, 1815 : Volksbuch
Entstehung
Seite
283
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233wagten diese nicht sogleich die verpestete Stadt zu betreten undbegnügten sich die Außenwerke zu besetzen, bis sie Mitte Januardauernd von Torgau Besitz nahmen.Die arme Stadt hatte sowol durch die Seuche als durchdie Kugeln der Belagerer und die dadurch verursachten Feuers-brünste viel gelitten.Wittenberg ward wie Torgau von den Franzosen aufdas emsigste in Vertheidigungsstand gesetzt, zu welchem Endeauch die Vorstädte abgebrannt wurden. Schon vor der Schlachtbei Lützen machten die Verbündeten einen Versuch, die Stadtmit stürmender Hand zu nehmen, der indessen mißlang. Wit-tenberg litt im Verlaufe des Krieges und des Waffenstillstandesviel durch Durchmärsche und der Mangel an Lebensmittelnwar schon vor einer förmlichen Belagerung fühlbar. Dieseerfolgte ernstlicher im September. Allein noch ein Mal warddie Festung entsetzt, als Napoleon von Düben aus Bewe-gungen über die Elbe machte. Nach der Schlacht bei Leipzigindessen begann eine neue und kräftige Belagerung, die ruhigaber entschieden fortschritt. Ende December wurden die Lauf-gräben eröffnet und die Belagerer rückten der Stadt immernäher. Dennoch wollte der französische Commandant nichtsvon Uebergabe hören. Da entschlossen sich die Belagerer zumSturm, der in der Nacht des 12. Januar ausgeführt wurdeund gelang. Wittenberg wurde erobert und die ganze Besa-tzung gefangen, wobei 96 Geschütze den Preußen in die Händefielen.In den bis hierher eroberten Festplätzen hatten dieVerbündeten 77,500 Gefangne gemacht und 2500 Geschützeerobert.