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1813, 1814, 1815 : Volksbuch
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201
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201Schrecken und Bestürzung versetzte. Mit 2000 Reitern und4 Kanonen ging er über die Elbe, und nachdem er Dessauund Köthen besetzt, und da schon an 500 Gefangne gemachthatte, richtete er seinen Marsch auf Cassel. Diese Stadt wardamals die Residenz des Königs Hieronymus von West-phalen und Hauptstadt dieses Königreiches. Czernitschefswußte seinen Marsch so schlau, rasch und heimlich einzurichten,daß er vor Cassel stand, ehe man es dort für möglich hielt*).Der König Hieronymus war wenige Stunden vor seinerAnkunft entflohen und hatte noch einen großen Theil seinerTruppen mitgenommen, zur Sicherheit seiner werthen Person.Czernitscheff schritt alsobald zum Angriff. Der Feindhatte sich bei Bettenhausen mit Infanterie und Geschütz aufge-stellt. Allein er wurde geworfen, verlor sehr viel Todte, Gefangneund seine Geschütze, und mußte sich nach der Stadt selbst zurück-ziehen, wo er das Thor verrammelte. Auch dieses wurdebald genommen und Cassel wäre schon jetzt in Czernitscheff'sHänden gewesen, hätte sich nicht in seinem Rücken ein west-phälisches Truppencorps genähert, welches er bei seinem Marschezu umgehen gewußt hatte und das jetzt der Stadt zu Hülfeeilte. Allein diese Hülfe wollte nicht viel bedeuten, denn alsCzernitscheff ihm entgegen ging, wich es aus und gingdavon. Czernitscheff verfolgte es eine Zeitlang und kehrtedann wieder um, sich Cassels zu bemächtigen. Zwar warenwährend der Zeit einige Verstärkungen herbeigezogen worden,allein die westphälischen Truppen waren größtentheils ausein-andergegangen, so daß wenig Widerstand zu leisten war. Alsnun Czernitscheff zum Angriff schritt, nahmen die Bürgerin der Stadt Partei für ihn, entwaffneten die einzeln Sol-*) Am 27. September.