145Reiter sitzen ihnen auf den Fersen und hauen nieder, was sichnicht ergibt, oder stürzen den Feind in den tobenden Fluß,dessen wilde Wellen eine Masse von Leichen mit fortreißen-Aller Muth ist von den Franzosen gewichen. Viele lassen sichohne Widerstand gefangen nehmen, andere verkriechen sich inScheunen, hinter Zäune und Hecken, lieber sich der Gefangen-schaft als den Gefahren der Verfolgung aussetzend. An derBrücke von Niederkrain entsteht ein furchtbares Gedränge. DieReiter überreiten das Fußvolk, das Fußvolk stößt die Pferdenieder, um nicht überritten zu werden, und mitten in dendichten Knäuel von Menschen, die verzweifelnd ihr Leben zuretten suchen, fallen die Kugeln und Granaten der preußischenund russischen Kanonen, die näher und näher kommen. — DieNacht macht dem Kampfe auf dieser Seite ein Ende, der Siegist vollständigWeniger glücklich hatte sich die Schlacht auf dem linkenFlügel der Verbündeten gestaltet. General Langeron, derhier befehligte, in der Meinung, es werde zu keinemKampfe kommen, hatte sein schweres Geschütz nach Jauer zurück-geschickt. Die Franzosen griffen ihn an und er vermochte sichnicht zu halten, trotz der Tapferkeit seiner Russen, da er derfeindlichen Artillerie nichts entgegensetzen konnte. So wurdeer aus einer Stellung in die andere zurückgeworfen, bis ihmvom Centrum her Preußen zu Hülfe kamen. Jetzt kam dasGefecht zum Stehen und die Nacht machte ihm ein Ende.Doch behaupteten die Franzosen ihre Stellung während derNacht, mußten aber am folgenden Tage ohne Kampf zurück,da die Schlacht am rechten Ufer der Neiße entschieden für sieverloren war.Auf dem äußersten rechten Flügel der Verbündeten hattenoch am Abend ein Reiterangriff statt gefunden, der aber von
Einzelbild herunterladen
verfügbare Breiten