151nete sich aber nichts destoweniger bald durch Tapferkeit undAusdauer, so aus, daß sie die schönsten Erwartungen rechtfer-tigte, ja übertraf. Rußland hatte sich ebenfalls beeilt, seinHeer zu verstärken und stellte auch zweihundertfünfzigtausendMann auf, während sich in Polen noch ein Reservecorpsbildete.Ein gleich starkes Heer hatte Oesterreich schlagfertig, unddiese Macht rüstete noch fort und zog ebenfalls ein neuesReserveheer zusammen. Schweden hatte fünfundzwanzigtausendMann gestellt, und unter der Leitung Englands war einerussisch=deutsche und eine englisch=deutsche Legion gebildetworden.Zufolge des Kriegsraths der Verbündeten in Trachenbergwurden drei große Heere aufgestellt.Das erste führte den Namen: die Nordarmee, und standunter dem Befehl des Kronprinzen von Schweden. Es warzusammengesetzt aus Russen, Preußen, Schweden, Mecklenbur-gern, Hannoveranern, Hanseaten und Engländern. SeineStärke belief sich auf hundertfünfzigtausend Mann mit drei-hundertsiebenundachtzig Geschützen. Die Nordarmee stand in derMark Brandenburg und war bestimmt, Berlin zu decken, dieFranzosen in Hamburg in Schach zu halten und über dieMittelelbe nach Sachsen vorzudringen.Das zweite große Heer führte den Namen der schlesischenArmee. Es stand unter dem Oberbefehl des Generals Blü-cher, war zusammengesetzt aus Russen und Preußen undwar etwa hunderitausend Mann stark. Seine Stellungwar in Oberschlesien hinter der Demarcationslinie, dieim Waffenstillstande bestimmt worden war. Seine Aufgabewar: von Schlesien aus den Feind zu beschäftigen, und ihnaus dieser Provinz herauszutreiben.9*
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