37also den rechten Flügel des Feindes in der Flanke anzugreifen *).Die auf dem Schlachtfelde liegenden Dörfer waren widerErwarten noch vom Feinde stark besetzt, weshalb die Verbündetennicht gleich nach der Straße von Lützen vorrücken konnten,sondern die Schlacht damit eröffnen mußten, diese Dörfer zuerobern. Die Preußen begannen den Angriff auf das DorfGroßgörschen, und warfen nach hartnäckiger Gegenwehr dieFranzosen heraus. Allein der Angriff wurde von Seiten derVerbündeten nicht mit ganzer Macht fortgesetzt, sondern nurimmer eine Brigade der andern zu Hülfe geschickt, wenn dieerste in Noth war, so daß die Franzosen, so oft sie geworfenwurden, immer wieder Zeit gewannen, sich zu sammeln. DerRaum zwischen den vier Dörfern wurde jetzt der Schauplatzdes wüthendsten Kampfes. Von beiden. Seiten schlug mansich mit der größten Tapferkeit und Erbitterung. Allein dieVortheile des Kampfspieles waren bald auf Seiten derFranzosen. Kaum hatte Napoleon bei Leipzig den inseinem Rücken erschallenden Kanonendonner gehört, als er denMarsch seiner Truppen änderte und nach dem Schlachtfeldehinlenkte, worauf er selbst dorthin eilte. Da nun die Angriffeder Verbündeten nicht so unterstützt wurden, daß sie zeitiggenug ihren Zweck, das ihnen entgegenstehende Corps zuwerfen und die französische Marschlinie zu durchbrechen,erreichen konnten, so gewann der Feind Zeit, nach und nachsein ganzes Heer auf den Kampfplatz zu bringen, wodurch die*) Das Schlachtfeld liegt zwischen zwei Flüßchen, die paralleleine Stunde weit von einander laufen. Vier Dörfer, Groß-görschen, Kleingörschen, Kaja und Rahna liegen auf diesemTerrain, welches eben, von Zäunen, Hecken und Gräbendurchschnitten ist.
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