nahe bevorstand. Einen großen Ausschlag für die Sacheder Verbündeten konnte es geben, wenn Sachsen, damalsum die Hälfte größer als jetzt, ihrer Sache beitrat. DerKönig von Sachsen war der bedeutendste Fürst des Rhein-bundes und Napoleons persönlicher Freund, sein Beispielmußte für die übrigen deutschen Fürsten von großer Wirkungsein. Die Verbündeten ließen auch nichts unversucht, Sachsenfür sich zu gewinnen — allein vergeblich. Zwar war dasVolk sehr geneigt, sich der deutschen Sache anzuschließen, alleinder König nicht. Mochte er es als Gewissenssache betrachten,seinem gegebnen Worte treu zu bleiben und seine Verträgezu halten, mochte er für den allerdings mit scheinbar schwachenKräften begonnenen Kampf keinen glücklichen Erfolg hoffen,mochte ihn die Furcht vor Verheerungen seines Landes, dasnoch größtentheils von den Franzosen besetzt war, abhalten:genug, er antwortete kalt und ausweichend auf die Vorschlägeder Verbündeten, verschloß zwar seine Festung Torgau auchden Franzosen, gab aber in nichts dem Drängen der Zeitund dem allgemeinen deutschen Interesse nach und verließseine Hauptstadt, als die Verbündeten in Sachsen eindrangen.So wurde das arme Land von diesen als ein feindlichesbetrachtet, und statt am Kampfe gegen den allgemeinen FeindDeutschlands Theil nehmen zu können, mußte es seine Flurenzu dem hauptsächlichsten Kriegsschauplatze hergeben, und nebenden drückenden Fesseln, die seiner Freiheitslust die falschePolitik seines Königs anlegte, noch die Last des Kriegestragen.Nach der Kriegserklärung Preußens begannen die Bewe-gungen der Verbündeten. Die Franzosen hatten damals nochdie Elbe von Pirna bis Hamburg besetzt, welche letztere Stadt
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