63von der Elbe rückwärts bis nach Frankreich überall starkeWaffenmacht hatten *), diese Aufstände mit Gewalt zu unterdrücken, allein es zeigte ihnen doch, was sie im Falle mißlichen Kriegsglückes zu erwarten hatten. Von Wichtigkeit undFolgen war jedoch der Aufstand, der in Hamburg ausbrach-Die Erpressungen der Franzosen, die nichtswürdigen Plackereiender Zollbeamten hatten die Hamburger bis zur Wuth ent-flammt und am 24. Februar kam diese Wuth zum AusbruchBlutige Scenen fielen vor, und nur der hamburger Bürger-schaft, nicht der französischen Besatzung gelang es, den Aufruhrim Zaume zu halten; allein der französische Befehlshabersah ein, daß seine Lage in der großen, menschenreichen Stadtgefährlich war. Mittlerweile waren die Russen in Mecklenburgvorgedrungen — die Mecklenburger Fürsten hatten sie freudigaufgenommen, zuerst von allen deutschen Fürsten sich vomRheinbunde und Napoleon losgesagt, und sich mit Rußlandund Preußen vereinigt. Durch seine mißliche Lage in Hamburg und das Anrücken der Russen auf diese Stadt, sah sichder französische Befehlshaber gezwungen, Hamburg zu räu-men***). Aus der Stadt entließ man ihn friedlich, alleinden Russen entkam er nicht so leicht. Diese, durch geheimVerbindungen in Hamburg von allen Vorgängen unterrichtetkamen nach Lauenburg, ehe die Franzosen aus Hamburgund das auf dem linken Ufer der Elbe noch stehende französische*) Man muß sich erinnern, daß das Königreich Westphalen,umfassend Hessen, Braunschweig, Westphalen, einen Theil vonHannover, und das Großherzogthum Berg unter der Bol-mäßigkeit französischer Fürsten standen, so daß sie eineTheil der französischen Macht gewissermaßen ausmachten.**General Cara St. Cyr.***)Am 12. März
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