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Gedichte eines Rhenanen
Entstehung
Seite
87
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87II.Flora X. sis.„Viele Blumen gibts in meines Vaters Garten.“An A. W.Viel Blumen gibt's in dieser armen Stadt,O schönes Kind, die dich verloren hat!Wol duften Ein'ge himmlisches Gedüfte!Wol füllen And're mit Arom die Lüfte! —Doch mehr als Nelken und als RosenflorD'rin kommen Tulpen und Päonien vor;Die prangen stolz mit ihrem leeren Scheine,Doch haben sie der innern Werthe — keine!Dem Auge dienend nur zum Schaugelug;Doch hauchend einen widrigen Geruch!Auch find' ich häufig d'rin, mein junges Mühmchen:Daß Gott erbarm', ach, nur — das Gänseblümchen!