72Doch Gärten hat der Dichter nicht,Und seine Blumen sind nur VerseSein Gärtner, das iſt die Natur,Sein Blumenbeet, das ist die Kunst,Sein Pallast ist die grüne Flur,Sein Fürſt der Subſcribenten Gunſt;Im Leben sucht er Zeitvertreib,Die Freiheit und ein wenig Geld —Und ſindet er's: ein kluges Weib,Sonst schiert ihm gar nichts in der Welt!Der Künſtler.Der Künstler wandelt schweigend seinen Pfad;Wie nach dem Ziel der Jäger seinen Pfad,Wie nach dem Himmelsthor der Pfaffe eilt:Er wandelt ruhig seinen Künstlerpfad.Wie nach dem Ufer hin der Schiffer zieht,Durchwandelt er der Schönheit üpp'ge Saat,Und dünkt sich hoch gleichwie ein König, derMit Kronen spielt, mit Zepter und mit Staat,Weil er nicht von den Menschen, sondern vonDem Himmel selbst sein Reich empfangen hat.Er flicht sich Rosen um sein junges HauptUnd singt dem Herrlichsten stets früh und spat.Ist er hinieden auch nicht reich geworden,
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