Druckschrift 
Gedichte eines Rhenanen
Entstehung
Seite
69
Einzelbild herunterladen
 

69Dahin entflohst du von des Rheines GauenUnd folgtest einem Rufe höhern Orts,Es rief die Kunst dich nach Ausoniens Auen,Dir winkend mit der Fülle ihres Horts;Beglückt, wenn darf den reinen Aether schauenDes milden Süd's, der rauhe Sohn des Nord's.Er wird zwei Güter zu vereinen streben:Die Kraft und Grazie, — das Ideal und Leben!Leb' wohl, o Freund, und pflück' der HesperidenGereifte Frucht ohn' jeden spätern Dorn,Dem Künstler ward das beste Loos beschieden,Der darf stets schöpfen aus dem besten Born!Gedenk' vergangner Zeit, genieß in Frieden,Das, was dir bietet Amaltheas Horn!Ich bring' ein schallend Vivat dir zur StundeBei'm schäumenden Pokal im TrinkerbundeAn A. v. H.Jugend schmückte dich mit aufstrebender Geisteskraft,Und der Sänger erwählt gerne die Jugend sich,Wenn sie rasch in dem gutenTriebe flammt für das Schöne auf!