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Gedichte eines Rhenanen
Entstehung
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58Aus Granada's Bann sie flohenAus Alhambra's Zaubergärten,Wovon einst AbencerragenEine halbe Welt begehrten.Wo auf sonnenhellen TriftenMyrtensträuche plaudern linde,Mit der OleanderstandeWo das Laub der Tamarinde,Nebst des Kaktus gelben BlumenFarbverschwenderisch uns umgaukeln,Wo, Silphiden gleich, auf dunkelnMatten, Lilien sich bunt schankeln,Wo auf grünen Teichen schwankenRiesenblättrige Nymphäen,Der Kamellien rothe ZungenMit Magnolien schwatzend stehen,Wo der Reben TraubenbüschelDuftig schwellend uns umlächeln,Und den Feigenbäumen üppDie Zephire Küsse fächeln.Wo wird musizirt von tausendFrohen Nachtigallenkehlen:Wo auf grünen LorbeerbäumenBunte Täubchen sich vermählen.