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Gedichte eines Rhenanen
Entstehung
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48Aus Karlino's wüstem LebenNoch eine schaurige That,Die sich bei Viterbo begeben.Im Kirchenstaate hat.Dort zechte ein Brautpaar in WonneBei Lieb' und Kuß und Wein,Wie nie die schöne SonneBeschien Eins so hübsch und fein.Wie aus Perlen fast gesponnenUnd Nelken war die Braut,Ihr' Augen waren zwei BronnenVon klarem Aether traut!Um ihre schimmernd schwarzen HaareErglänzte der Myrtenkranz,Es bereiten sich lustig die PaareNach genoss'nem Mahle zum Tanz.Als die Nacht sich hatte darniederGesenkt mit schwärzlichem Flor:Scholl Musik und Klang der LiederZum Deckenzelt empor.Aufkrachten die Thüren des SaalesKarlino, der Wüthrich, trat ein:Kann ich ein Gast wol des MahlesVon eurem Hochzeitsfest sein?

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