30Der Burgherr erschien und fragte die Krieger:Wer wurde in meinem Kampfspiel der Sieger?Weßhalb zeigt er sich nicht hier im Saale?Warum verschmäht er die Freude beim Mahle?Den Preis hat er stumm zu sich genommenAus meiner Tochter Hand, und ist dann verkommen.1„Die Mähre, sie mundet wie köstlicher Wein!“Riefen die Ritter — „Ein Abentheurer wirds sein!„Ja, doch er hatte eine herrliche LanzeWomit er euch aufgespielt heute zum Tanze„Gut,“ jauchzten sie auf „doch spürt er nicht Muth-Zu kämpfen mit uns beim Traubenblut.„Laßt Guitarren und Cymbeln von zierlichen DirnenJetzt rühren, wir trinken den Wein, den firnen.“„Es ſchall' dazu ihrer Kehlen Geſang,Wir küssen die schönsten Dirnen zum Dank.So jubelten sie und tranken im Bunde.Wie die Ritter von der Tafelrunde.Dann riefen die Geigen zum Tanze vor;In den Tanzsaal stürmte der Ritter Chor
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