25Du modernd Gebein, Geruch der Verwesung:Sollst bringen noch meinem Herzen Genesung!Dann leuchtet sie keck an den Wänden umher,Dort stand der verstorbenen Ahnen Heer.Und harrten stillen, gemüthlichen WebensIn Barkophagen des ewigen Lebens.Doch über jedem Grabmale hingDas Bildniß des Ritters, den das Grab umfing.Sie hatten den Malern im Leben gesessenD'rum thät' man im Tode sie auch nicht vergessen.Sie glitzerten alle das Fräulein an!Was schaut ihr mich dreiste Gestalten so an?Fort, Zofe, hier umtanzen mich schreckliche Schemen,Die Sprache der Todten ich glaub' zu vernehmen!Die Kerzen schimmerten nur noch schwach,Doch beide durchzuckt' der Schrecken jach.Und nach der Thüre sie beide enteilenAn der Schwelle das Fräulein noch einmal thät' weilen.Und starrt' als wenn sie in den Himmel sähNach eines jungkräftigen Ritters Portrait.
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