106ein Pferd, Herr Ritter! — Hei! Nun wird es erstin Düsseldorf lebendig! Nun beneid' ichdie stolzen Kölner nicht, daß sie den Kaiserin ihren finstern Mauern haben.Jakobe.Wie 7Der Kaiser ist in Köln?Hall.So geht die Rede.Syberg (haftig).Verzeiht, Herr Ritter, nicht die Rede bloß,Es ist gewiß, der Kaiser ist in Köln.Der Herr von Wylich hat ihn selbst gesehn.Und vieler Adel auch, und hohe Häuptersind mit ihm da: Der Markgraf Karl von Burgau,der Herzog Franz Gonzaga von Nevers,dann noch der Graf von Mark, dann noch der Grafvon Manderscheid, dann nochMathilde(winkt ihm, indem sie den Finger auf den Mund legt).Syberg(sich befinnend, erschrickt und verstummt).Jakobe(zuckt bei dem Namen auf, faßt sich aber sogleich, nach einer Pause).Dann noch? Wer noch?Syberg (ganz außer Fassung).— — kein Mensch mehr.Dann noch — — dann nochJakobe(indem sie sich von einer Gedankenreihe losreißt).Komm, Mathilde.Mein Reitkleid. — Ritter Hall, erwartet michim Vorhof.(ab).Mathilde(indem sie dem Pagen einen sanften Backenfreich gibt).Junker Vorlaut! Das zur Warnung!
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