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Jakobe von Baden : Schauspiel
Entstehung
Seite
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92ein Ziel zu stecken, statt mit vollen Händendas Gold hinaus zu streuen, um es wiederaus armer Leute Schweiß und Blut zu pressen.Herzog.Ja, Kanzler, damals war Zeit zu reden!Brøill.Frau Herzoginn, es ist ein altes Spieldaß man die Diener erst mit Vollmacht rüstet,damit nur alles groß und prächtig sei,und dann sie ausschilt, wenn die Rechnung kommt.Was ich geordnet, hatte guten Grund.Der Hof von Jülich muß sich glänzend zeigenvor allen andern Höfen, jetzt am meisten,wo er dem Kaiser eng verbündet ist.Der Ehre Eures Gatten war ich es,und Eurer schuldig, solche seltne Prachtvor all den hohen Häuptern zu entfalten,die Zeugen waren Eures Ehebundes.Jakobe.Solch eitle Ehre darf erkauft nicht werdenmuthwillig mit des Landes Fluch.Herzog.Nein, Kanzler,das darf sie nicht!Broill.Ein Land kann viel ertragen.Und diese Kosten konnt' ich ihm nicht sparen.Jakobe.Ihr konntet nicht? Hätt' ich davon gewußt,ich hätt' Euch wohl gezeigt, daß man es kann.Wie, Kanzler, oder konntet Ihr auch nichtdem Land die Lüge sparen, ich alleinsei schuld an allem? meine Prunksucht hättekein Maß und Ziel?