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Jakobe von Baden : Schauspiel
Entstehung
Seite
87
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87Da siehst du, wie der Haß die Augen blendet,und uns zum Abgrund leitet! Deine Feindinnverderben willst du, und verdirbst dich selbst!Und ach! wie elend hättest du auch michGeh! Ich will für dich bethen.gemacht, wenn nicht(er läßt sich erschöpft in einem Stuhl nieder.)Sybille (aus der Betäubung in Wuthübergehend).So hat das Weib ein Bündniß mit der Hölle!(sie stürzt ab.)(Pauſe)Siebenter Auftritt.Dazu: Jakobe. Zuletzt: Page.Herzog.Jakobs (ihre Hand sanft auf seine Schulter legend).Erholt Euch, Wilhelm.Herzog.Hörtet ihr, Jakobe?Jakobe.Mit Schaudern hört' ich.Herzog.O bejammert mich!So schwere Sünd' in meines Hauses Reinheit!In meiner alten, gottesfürchtigenFamilie! Was wird die Vorſehungjetzt von uns denken!Jakobe.Tröstet Euch, mein WilhelmDurch Reue kann Sybille noch sich läutern.Uns aber, mein Gemahl, muß diese Stundeein heil'ger Fingerzeig des Himmels sein.Mir, daß ich meine Augen schließ', und glaube,Euch aber, daß Ihr Eure Augen öffnet,und prüft. So laßt uns zur Erfüllung gehen!Ihr seht, in welchen Händen Ihr gewesen.