85Jakobe.Von der Erscheinung, die mir heute Nachtgeworden, sagt ihr nichts.Herzog.Bewahre Gott!Jakobe (ab durch die Seitenthür, diesie halb offen läßt).Herzog (winkt dem Pagen).Page (öffnet Sybillen die Thür undgeht gleich ab).Sechster Auftritt.Sybille.Herzog.Herzog.Warum läßte du dich heute melden, Schwester?Sybille.Man sagte mir im Vorgemach, das Weibaus Baden sei bei dir.Herzog.Das Weib aus Baden?Sybille, welches Wort! Noch immer dieseErbitterung? Sei freundlicher. Jakobeist meine Frau, und deine Herzoginn.Sybille.Sie ist's, doch sie verdient nicht, es zu sein!Längst bin ich ihr gefolgt mit Späherblicken,längst war sie meinem Argwohn reif — jetzt aber,jetzt ist sie meinem heil'gen Zorn verfallen.Der Himmel selbst verwirft sie. Wisse, Bruder,ich komme nicht in meinem Nahmen her,ich bin die Botinn eines Höheren.(mit feierlichem Wesen)Horch' auf, mein Bruder, und beth' an im Staube!Mir ist heut Nacht Erzengel Gabrielerschienen
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