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Jakobe von Baden : Schauspiel
Entstehung
Seite
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20Ich hab' es nicht mit Euch. Hier steht sie, meineVerlobte, der ich hab' ein Wort zu sagen!Jakobe (sich zusammenraffend).Nicht weiter, Graf, in diesem Ton!Manderscheid.Fühllose!Leichtsinnige! Du hast mich nie geliebt!O denke nicht, daß ich gekommen bin,dich festzuhalten an dem Schwur der Treue,der über deine falschen Lippen flog!Du warst nicht für ein Herz, wie meins, geschaffen!Gleich einem Wolkenschatten, wandelbar,vorüberstreifend, flüchtig, ist dein Sinn!Die Herzogskrone lockte dich! Wohlan!So wünsch' ich nur: Sei deiner neuen Puppegetreuer, als der vorigen! Zieh hin!Zieh hin, wohin dich deine Eitelkeit,dein Hochmuth treibt, und deine Herrschbegier!Hier sag' ich mich von dir auf ewig los!(indem er ihr seinen Verlobungsring vor die Füße wirft)Nimm deinen Ring zurück! Wir sind geschieden!Jetzt bist du frei, da ich dich frei gegeben!Nicht eher warst du's! Jetzt verschenke dich!Vielmehr laß dich verkaufen! Denn, fürwahr,mit allem Stolz, mit allem Fürstendünkel,in dem sich üppig deine Seele wiegt,bist du doch eine Handelswaare nur,und wirst gesendet dem gekrönten Käufer.Jakobe (mit erstickter Stimme).Das geht zu weit!(Mehrere Stimmen im Gefolge rufen: Der Herzog! Platz! Der Herzog!Die Menge theilt sich.)Mathilde.Gottlob, der Herzog kommt!