14die Kron' auf ihn. Die Kirche löste sein Gelübde,und mit dem Schwert der weltlichen RegierungDu siehst,gegürtet, stieg er auf den Thron.wie viel des höchlich Unerwartetenzusammentreffen mußte dir zum Heil.So tritt auch deinem Glück mit Muth entgegen.Die Kronen sind von Gott. Wir tragen siein seinem Namen. Dies bedenke wohl,und übernimm mit ungetheiltem Herzendas anvertraute Pfand der höchsten Gnade.Bereite dich, die Ritter zu empfangen,die Herzog Wilhelm schickt, und die dich sehn,das Jawort von dir selbst vernehmen wollen.Lebwohl indeß! Wir sprechen uns noch mehr,denn manches bleibt mir noch dir zu vertraun,bevor wir uns, vielleicht auf immer, trennen.Zu sehr ergriffen aber bist du jetzt.(ab)Fünfter Auftritt.Jakobe (allein).Die Kronen sind von Gott! — — O Manderscheid!Wie ist mir? — Was geht in mir vor? — Mir fliegendie Pulse. — Meine Stirne glüht. — O Himmel!Darf ich's annehmen? — Und wie dürft' ich esverweigern? — — Manderſcheid hat meinen Ring.Die Kirche gibt ihn mir zurück. — Die Kirche!Doch er? Und dies Gefühl? Und diese Stimme,die in mir spricht? — — Die Kronen sind von Gott!Und dann — der Herzog will's, mein zweiter Vater.Und Manderscheid ist herrisch, zornig, wild.Und Herzog Wilhelm hat ein lenksam Herz.— Und Jülich, Berg, und Cleve! — — Käm' ein Engelhernieder doch, und riethe mir! — Was zag' ich?
Einzelbild herunterladen
verfügbare Breiten