Schloss Brandenburg und Lauchröden.
1015
1415 Sonntags Andrea zuWeimar verpfändet Landgraf Friedrichder Jüngere das Schloss Brandenburg mit allem Zubehör, jedoch ohnedie Lehne, an Fritczschen vonHerda und dessen Söhne Wilhelm,Heinrich und Fritzsche und ihren Erben für 1200 Rhein. Gulden, wo-von der Landgraf 800 Rhrl. wegen Fritzschens von He rda Gefangen-schaft und 64 fi. für die Unterhaltung von 5 Mann mit Gleven auf demSchloss Steyn (Altenstein) schuldig geworden war, der Rest aber vondem v. Herda im Schlosse Brandenburg kundlich verbaut war (Bran-denburg war also schon vorher in Herdas Händen, vielleicht durcheine Weberstedtsche Tochter ?). So lange die Ablösung nicht 1/4 Jahrzuvor verkündigt ist, sollen die von Herda auch 100 Rfl. jährlich ausder Landgräflichen Kammer erhalten. Als Bürgen treten für den Land-grafen ein Herr Friczsche und Herr Jacoff von Wangenheim,Heinrich von Erffa, Dietrich und Heinrich von Witzlebenauf Wachssenburg, Hans von Stutternheim, Hans v. Varnrode,Christian v. Scharffensteyn, Bruno v. Teiteleybin und Heibigvon Ruckus (d. h. von Rockhausen).
Dresdener Cop.-Buch 33, fol. 100.
1416 Donnerstag nach Katharinae bestätigt Landgraf Friedrichder Jüngere das Leibgeding der Ehefrau des Helwig v. Rügkus Mar-garetha mit der Hälfte der Burg Brandenburg, und werden derFrau Margaretha zu Vormündern gegeben Busse Vitzthum undHeinrich v. Honstein (ohne Zweifel ein Boineburg, genannt Hohn-stein). (War diese Margaretha vielleicht auch eine v. Weberstedt?).
Dresdener Cop.-Buch 33.
1483 Freitag nach Maria Heimsuchung werden die Gevettern vonHerda Friedrich, Andreas, Heinrich und Caspar mit dem Hin-tern Schloss Brandenburg; unter gleichem Dato aber auch die Ge-brüder Heinrich, Hermann, Georg, Berthold und Apel v. Re-kerode mit dem Vorderen Schloss Brandenburg beliehen.
Im Herdaschen Lehnbriei'e werden neben dem hintern Schloss Bran-denburg und Zubehör als Lehnstücke aufgeführt: ein Vorwerk und dieSchaftrift zu Herda, Geld- und Getreidezinsen zu Mark suhl, Zinsenund Hühner zu Steinbach und Schweyna (NB. die Herda hattenfrüher auch auf Altenstein gesessen, daher mögen diese Zinsen stam-men), Zinsen zu Oberellen, Furtto (d. i. Förtha bei Marksuhl),Wiesen und Gehölz am Hasenberg, das Dorf Hasternfelt an dem Hor-silberge (das früher Wangenheimsche Dorf Hastrungsfeld), das Vor-werk nebst einigen Hintersedeln zu Wetzelnrode (Witzelrode beiBarchfeld, oder Vitzerode zwischen Berka undVach), welches sieHans und Kunz von Hesberg abgekauft, ein Vorwerk in Kieder-ellen halb (Unter ellen), das Holz den Biller, ein Theil der Burg Brei-