Sonneborn und Nordhofen.
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Wir geben hierneben die Abbildungen einiger der Wangenheim'schenGüter in Sonneborn, namentlich des Schieferschlosses, als -wohl desältesten unter -den noch vorhandenen Wangenheim'schen Wohnsitzen, desmit dem Schieferschlosse auf derselben Insel im sogenannten Weiher be-legenen Gelben Schlosses, und des Unterguts oder s. g. Thümmel'schenGuts, um einem jeden der in Sonneborn ansässigen drei Viertel desWinterstein'schen Stammes gerecht zu werden, und haben eine Aufnahmedes Innern der Sonneborner Kirche hinzugefügt, da dieselbe jetzt zumAbbruch bestimmt ist, und vielleicht bald keine Erinnerung von derselbenmehr übrig ist.
Die alten Sonneborner Kirchenbücher enthalten aber noch mancherleiinteressante Notizen von der Hand des Pfarrers Gundermann, welcher1561 als Pfarrer nach Sonneborn kam. Er giebt auch ein Verzeichnissder Sonneborner Hausbesitzer nach den Gassen geordnet, worin er denAbfluss des Weihers, welcher jetzt die Sumpher genannt wird, stets dieSonneborn nennt, aus welchem Kamen die heutige Benennung wohloorrumpirt ist. Dann erzahlt er wörtlich:
Für dieser Zeit ist das dorff Sonneborn fast gar ausgebranndt,vnd hat inn wiedererbawung gar ein ander gelegenheit bekommen.Wenn es aber geschehen habe ich von keinen Alten erfahren kön-nen, denn dass sie gesagt, sie hätten von Ihren Voreltern des gros-sen Brandes hören gedenken. Das schloss sol an dem orte da itz-undt die schenke stehet gestanden haben, der platz herumb wirdnoch heutiges tags die Hofestadt 'genannt (K"B. so heisst der Platzauch jetzt noch, dass aber hier, ausser der Wasserburg im Weiher,noch ein Schloss bestanden, müssen wir bezweifeln, und möchtenden Namen lieber von den hier gestandenen, nicht wieder aufge-bauten Höfen (d. h. Bauerhöfen oder freien Höfen der Burgmänner)herleiten).
Pfarrer Gundermann fährt fort:Die Schenke oder gemeinde tanzhaus oder was es für einen ort dergemeinen Zusammenkunft gehabt, mus meines Erachtens SimonScheffers haus, darwieder man sieht, wenn man zum Gothschenthore rein zeucht oder ein haus umb dieselbe gegend gewest sein,oder vieleicht Hans Friedrichs v. Wangenheim Garten, undhabe dieser meiner Opinion zwei Vrsachen, die eine, das die Lindenoder der gemeine tanzplatz nicht weit davon ist, die andere, dasman für denselben Hause noch für alters alda gericht gehalten Auffden grossen Stein der auf diesen platz liegt. Das letzte gericht istda gehalten worden Anno 1562, da Hans Keiser zum schwert