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Beiträge zu einer Familien-Geschichte der Freiherren von Wangenheim beider Stämme, Wangenheim und Winterstein ...
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III. Buch. I. Abtheihmg.

Georg Wilhelm, welcher dieses Gut 1710 seinem Sohne BurkhardtHeinrich hinterliess, über dessen Vermögen der (Joneurs ausbrach, inFolge dessen sein Grundbesitz sequestrirt und zur Bezahlung der Leb-schulden theilweise dismembrirt, sein übrig gebliebener Theil des Stein-hofs aber mehrere Jahre nach seinem am 4. Juni 1760 ohne männlicheDescendenz erfolgten Ableben sub hasta verkauft und 1773 vom Haupt-mann Johann Michael Wenk für 2000 Mrl. erstanden wurde. DieFuldaschen Lehnstücke in Brüheim, welche in dem allgemeinen Lelm-briefe des Stammes Wangen heim über Hai na mit verliehen wurden,scheinen bei dem gleichzeitigen Vermögens-Verfall der übrigen in Wan-genheim, Tungeda und Haina angesessenen damaligen Mitgliederdes Stammes Wan genheim , welcher in den Jahren von 1715 bis 1 TT 1zu einer allmäligen Veräusserung der sämmtlichen Stammgüter führte, all-mälig verdunkelt und mit den Sächsischen Lehnstücken vermischt oderverloren gegangen zu sein. Wenn wir nicht irren, so relevirte das Lani-pert'sche Freigut zu Brüheim noch in neuerer Zeit als Lehn vom Wan-genheim 'sehen Stamme.

Im Wangenheim-Winterstein'schen Stamme hatte während die-ser Zeit, wie wir eben gesehen haben, das I. Viertel sein altväterlichesStammgut allmälig durch Acquisition des s. g. Scharffenstein'schenGuts und des halben Steinhofs auf den Umfang von circa 18 Hufen 'er-weitert , während das IL Viertel auf den Besitz des s. g. Schaf hofs be-schränkt blieb, aus welchem, nachdem von Wolff Veit schon auf einervon der- Stiftskirche zu Gotha relevirenden Baustelle die Vorwerks-6e-bäude am nördlichen Ende des Dorfs Brüheim errichtet waren, ein eige-nes Rittergut sich bildete, welches W alrab Adolphs (starb 1640) Söhneund Nachkommen gemeinschaftlich besassen. Nach mehrfach stattgehabtenTheilungen war V3 des Schaf hofs 1759 an den Oberstlieutenant von Ez-dorf mit lehnsherrlichem und agnatischem Consense verkauft, welches1799 von dem General Friedrich Ludwig Walrab (starb 1817) wie-der zurückgekauft und mit dem Besitze des I. Viertels vereinigt wurde.Die übrigen 2/3 des Schafhofs mit dem Castro nobili waren, nachdem dieGebrüder Friedrich Nicolaus, Königl. Preuss. Generalmajor, und CarlHeinrich, Kgl. Sardinischer Brigadier, ihren Antheil am Schafhof (>/sdes Ganzen) am 4. Januar und 19. März 1759 an den s. g. SurinamerVetter Adam Heinrich Ludwig für 3300 Mft. verkauft hatten, undaus dessen Erbschaft wieder in den Besitz der Söhne des Majors AntonGeorg Friedrich übergegangen waren, zuletzt im Besitze des Haus-Oberstallmeisters Johann Ernst Ludwig (starb 1845) und seiner Brü-der, welche dieses Gut an den Pachter Schleip verkauften, von welchemes der jetzige Senior familiae Oberforstmeister Ernst Friedrich vonWangenheim wiedererkauft und mit den Besitzungen des I. Viertels