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Beiträge zu einer Familien-Geschichte der Freiherren von Wangenheim beider Stämme, Wangenheim und Winterstein ...
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Stamm Winterstein. IV. Viertel.

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Der beim Tode des Vaters xvii.g«.

ncratton.

zu Hennigsleben hätten aufziehen lassen

noch nicht 15jährige Knabe erhielt eine sorgfältige Erziehung, besuchtemehrere Universitäten, unter anderen auch Strassburg, machte eineRund-Reise an verschiedenen Deutsehen Höfen und auch nach Frankreich,und trat darauf in die Herzogl. S.-Gothaischen Hofdienste, in welchen erschliesslich zum Kammerherrn und Stallmeister ernannt wurde. Vor allenDingen widmete er sich aber der Verwaltung seiner Güter, indem er zuGrossen-Behringen seinen festen Wohnsitz nahm, welchen er nur imWinter und bei landschaftlichen Versammlungen mit einem Aufenthalte inGotha vertauschte. Nachdem er 1753 das Gut Scherbda an die Her-zogliche Cammer zu Eisenach verkauft hatte, wendete er seinen übrigenGütern um so mehr seinen Fleiss zu, besonders aber war er bemüht dievielen Lehden und Triften um Hütscherode und Reichenbach inForsten zu verwandeln, und sind sämmtliche Nadelholz-Bestände bei Hüt-scherode wie bei Reichenbach seine Schöpfung, auch die schönenObstbaum-Plantagen zu Hütscherode und die Anlage des grossen Parkszu Grossenbehringen sind sein Werk. Durch den im Jahre 1768ausgeführten Eintausch des Guts Hesswinkel gegen sein Gut zu Wan-genheim suchte er seinen Grundbesitz noch mehr zu consolidiren, undso erreichte er durch seine umsichtige und kluge Verwaltung seines gros-sen Vermögens, dass ihm auch schon in jungen Jahren das allgemeineVertrauen im Lande wie in seiner Familie entgegen kam. Die GothasoheRitterschaft erwählte ihn frühzeitig zu ihrem Deputirten in den ständigenlandschaftlichen Ausschuss, wo er auch das Amt des ritterschaftlichenSteuer-Ober-Einnehmers bekleidete, bis er von Seiten des Herzogs zumOber-Steuer-Director und schon vor dem Jahre 1760 zum Wirklichen Ge-heime-Rath ernannt wurde. Schon seit 1760 versah er als Subsenior inStellvertretung des Hannoverschen Generals Georg August v. Wan-genheim auf Sonneborn die Seniorats-Geschäfte, und ging das Se-niorat selbst mit dem Ableben des Generals 1780 auf ihn über, und wurdewährend eines 32jährigen Zeitraumes von ihm kräftig gehandhabt, wiewohlder Umstand, dass er selbst Besitzer mehrerer vom Seniorate relevirendenLehne z.B. in Hochheim und Scherbda war, auch dazu beigetragenhat, diese Verhältnisse zu verdunkeln und später für die Familie verlorengehen zu lassen. Ein besonderes Verdienst um die Familie erwarb ersich auch durch die hauptsächlich von ihm betriebene Aufhebung der Com-munion des Wangenheimer Sees und dessen Vertheilung unter dieganze Familie (Nro. 456. der II. Sammlung). Er war in allen Dingender Vertrauensmann und Rathgeber für die Wangenheim'sche Familie,und führte namentlich auch die ihm 1763 übertragene Vormundschaft fürdie Söhne des Kammerherrn Adam Julius vom III. Viertel mit grosserUmsicht unter schwierigen Verhältnissen, indem er mit einer zur zweiten