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Beiträge zu einer Familien-Geschichte der Freiherren von Wangenheim beider Stämme, Wangenheim und Winterstein ...
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II. Buch. Zweiter Abschnitt.

XVlII.Ge-neration-

Wir kehren nun zurück zur XVIII. Generation und dem zweiten Sohnedes Adam Julius,

409 Friedrieh Ludwig Constantin,den Stammvater des II. Zweigs der II. Branche des III. Viertels.

Er war geboren am 1. Januar 1751 und wurde mit seinem alternBruder Fritz zusammen erzogen und nach Genf geschickt. Nach derRückkehr aus der Schweiz trat er als Page in den Herzoglich GothaschenHofdienst, wurde 1767 Jagd-Page, darauf Forst- und Jagdjunker, bekamdie Verwaltung der Forsten des Amts Vol kenrode, wurde darauf Ober-Forstmeister zu Gotha, von wo er zu Ausgang des vorigen Jahrhundertsauf die Oberforstmeisterstelle zu Georgenthal versetzt wurde. Hierwurde er zum Landjägermeister ernannt, beging sein 50jähriges Diensl-Jubiläum und starb am 30. Juli 1827, bis in sein hohes Alter sich einerguten Gesundheit erfreugnd, wiewohl sein gebückter Gang bei seiner sonsthohen und schlanken Statur ihm frühzeitig ein leidendes Ansehen gab,und seine schon in jungen Jahren eingetretene Harthörigkeit sich zu fastgänzlicher Taubheit steigerte, und sein Verkehr mit Dritten dadurch sehrerschwert war. Er erschien darum häufig und galt auch in der "Welt oftfür einen jähzornigen, harten Mann, während er in "Wahrheit doch nur hart-hörig war. Mit seinem jüngsten Bruder August sass er seit 1772 inGemeinschaft der väterlichen Güter, welche er, so lange der jüngereBruder sich im Hannoverschen aufhielt, für gemeinschaftliche Rechnungverwaltete, wobei er sich stets als ein guter Wirth zeigte. Während derBruder oft in Geld-Verlegenheit war, war er stets bei Gasse, und so er-warb er auch die Hälfte seines Bruders am Obergute zu Wintersteioals freies Erblehn zu seinem alleinigen Eigenthum, während er wegenSonneborn 1804 einen Pacht-Contrakt schloss, dessen Bedingungen fürseinen Bruder darum später sehr drückend wurden, weil letzterer alsPächter alle Lasten und namentlich auch alle Baulasten übernommen hatte.

Er war seit 1790 vermählt mit Fräulein Auguste Friedrike Char-lotte von Hopfgarten, der Tochter des Anhalt-Zerbstschen Haupt-manns a.D. Hans Friedrich Ernst v on Hop fgarten aus dem HauseSchlotheim auf Menterode (geb. 15. September 1738, gestorben 2h.Kovbr. 1799) und dessen Gemahlin Sophie Charlotte Wilhelminevon Minnigerode, vermählt 1762, und hatte an ihr eine treue, in je-der Beziehung ausgezeichnete Lebensgefährtin gewonnen, welche nachdem Tode ihres Gemahls noch bis zu ihrem am 11. Decbr. 1834 erfolgtenAbleben in ihrem zu Georgenthal gekauften Hause zum Segen derIhrigen und als helfende Freundin aller Nothleidenden und Armen stillihren noch übrigen Lebensweg fortwandelte.

Die Ehe war durch eine zahlreiche Kachkommenschaft gesegnet, je-