680
II. Buch. Zweiter Abschnitt.
xv. Oü-
mirktion-
2. Dorothea Elisabeth begleitet die Herzogin Dorothea von Cellebei ihrer Wiederverheirathung mit Churfürst Friedrich Wilhelm v.Brandenburg 1667 als Hofdame nach Berlin, wurde deren ersteHofdame und begleitete ihre Herrin auch 1674 in die Bhein-Campagneihr brachte Sigismund Buch am 28. Novbr. 1674 zuerst die Nach-richt von dem am Tage vorher zu Strassburg erfolgten Tode desChurprinzen nach C o 1 m ar, um die Trauerbotschaft durch die Churfürstindem Churfürsten wissen zu lassen. Sie war verlobt mit dem Cam-merjunker und Stallmeister Emanuel v. Frohen, welcher bekannt-lich am 18. Juni 1675 bei F eh rb ellin den Heldentod für seinenHerrn starb, und dessen Tod sie durch denselben Hrn. v. Buch am26. Juni 1675 erfuhr. Ohne Zweifel geschah es aus dieser Veran-lassung, dass der Churfürst mittelst Rescripts vom 9|19. Juli 1675dem Fräulein Dorothea Elisabeth v. Wangenheim das confis-cirte v. Botenburg'sche Gut Pommertzig mit der Auflage schenkte,den Hauptmann v. Pöllnitz mit 6000 Thalern ihr seine gehabte Ex-spectanz zu entschädigen (vid. Neumärksche Lehns-Begistratur im Geh.Staats-Archive zu Berlin). Im Jahre 1680 vermählte sie sich dar-auf im Schlosse zu Potsdam mit dem Cammerherrn und OberstGottfried von Perband (geb. 1639, gestorben am 30. September1692), starb aber schon 1685, worauf der Witwer ihre gleiehfolgendeSchwester wiederheirathete (vid. Dictr. Siegmunds v. Buch Ta-gebuch p. 32 u. 240.)
3. Dorothea Amalia, die dritte Tochter Georgs, war gleichfallsHofdame der Churfürstin Dorothea und verheirathete sich im Jahre1689 mit dem Witwer ihrer Schwester Herrn von Perband, wel-chen sie jedoch nach dreijähriger Ehe wieder verlor. Ihre weiterenSchicksale sind uns unbekannt.
4. Abigail Elisabeth ist uns nur aus dem Sonneborner Kirchenbuche,als Taufzeugin bei ihrer Schwester Anna Agnes jüngster Tochter,der 1678 am 26. Juni geborenen Elisabeth Abigail, bekannt ge-worden, während die beiden älteren Schwestern in gleicher Eigen-schaft auch schon früher vorkommen.
b) Söhne:
168. Christoph Adolph, welcher den Stamm fortsetzte, wie wir wei-ter unten sehen werden.
169. Philipp Georg, welcher 1675 bei Strassburg blieb, möchtenwir für einen dritten zwischen Christoph Adolph und JohannSittig stehenden Sohn halten.
170. Johann Sittig, von dem wir nur wenige Kunde haben, welchewir demnächst liefern wollen.