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II. Buch. Zweiter Abschnitt.
xvn.Ge- i m xniserabeln Zustande sterben lassen, müssen sie in der Jahreszahl irren, welche vielleicht 1710 sein soll.
Die Helmunt'schen Stammtafeln führen nun unsern Ernst Frie-demann als zu Winterstein gesessen auf, wie Heinrich Adolphzu Sonneborn, dies kann aber bei dem massigen Antheil, welcher vonden Stammgütern auf jeden Mitbesitzer fiel, höchstens so gedeutet werdendass Ernst Friedemann vielleicht davon die Stimme auf dem Landtagegeführt, und seine Gemahlin vielleicht zeitweise dort sich aufgehaltenhat. Ob die ausser der ebengenannten Tochter noch weiter aus dieserEhe geborenen vier Söhne in W interstein oder, was wahrscheinlicher,an andern Orten geboren sind, wissen wir nicht, und lernen dieselben nuraus den Lehns-Akten als beim Tode Ernst Friedemanns im Jahre 1711hinterlassene Minderjährige kennen, welche sämmtlich in fremden Kriegs-diensten ihr Heil versuchen mussten, und später ohne männliche Descen-denz verstorben sind. Wir führen sie daher hier auf, wie die Helnnmt-schen und Ziegesarschen Stammtafeln sie nennen, während die Glei-chensteinschen Stammtafeln ihm noch einen Sohn 391. Johann Lud-wig geben, der aber vor dem Vater gestorben sein matt.
392. Carl Heinrich, derselbe war um 1745 Königlich SardinischerBrigadier, sein Todesjahr ist ungewiss, aber 1759 handelte sein BruderFriedrich Nicolaus noch als sein Bevollmächtigter.
393. Christian Friedemann starb als Kaiserlich Königlicher Fähn-drich am 9. September 1732.
394. Friedrich Wilhelm, wahrscheinlich im Preussischen Dienste,starb den 14. Juli 1732.
395. Friedrich Nicolaus war gleichfalls in Preussischen Diensten,1745 Capitain im Jäger-Corps wurde er bei Hohen-Friedberg verwun-det, darauf am 30. Juli 1746 zum Major ernannt, stand 1753 als solcherbeim Infanterie-Regimente von Creytzen, commandierte 1756 ein Gre-nadier-Bataillon unter General von Wylich, und erhielt bei der Bese-tzung von Dresden die traurige Aufgabe, die Königin Churfürstüi inihrem Residenzschlosse zu bewachen, und das Geheime Archiv erbrechenzu lassen, um zu denjenigen Schriftstücken zu gelangen, welche GrafHorzberg zur nachträglichen Rechtfertigung der Besitznahme von Sach-sen ohne Kriegs-Erklärung und der Eröffnung des siebenjährigen Kriegsgebrauchen zu können glaubte. Fried rieh Nicolaus kam seiner schwe-ren Pflicht als Soldat nach, und scheint dafür durch rasches Avancementbelohnt zu sein, denn er wurde noch in demselben Jahre 1756 zum Oberst-lieutenant, 1758 aber schon zum Generalmajor befördert und starb um1762. Er hatte sich jedoch schon früher der Königlichen Gnade zu er-freuen, indem er schon 1751 den Orden pour le merite und 1754 einansehnliches Gnaden-Geschenk an Geld erhielt. Er war mit einem Frl.