Druckschrift 
Beiträge zu einer Familien-Geschichte der Freiherren von Wangenheim beider Stämme, Wangenheim und Winterstein ...
Entstehung
Seite
600
Einzelbild herunterladen
 

^^^^^HH

m

600

IL Buch. Zweiter Abschnitt.

xvii.Gg- f ur t, Jungfrau Anna Ursula von Schönberg, Hoffräulein zu Saal-feld, Jungfrau Elisabeth Sophie von Wangenheim, CammerjunkerJohann Friedrich von Beust zu Saalfeld, Jungfrau Marie So-phie von Wangenheim, Hr. Bernhard Heinrich v. Wangenheimauf Winterstein, und Heinrich Adolffs Bruder Junker Hans Jostwaren.

Wir sehen, dass das junge Eltern-Paar es dem Neugebornen an einervornehmen und zahlreichen Gevatterschaft nicht fehlen liess, und findennun zugleich im Sonneborner Kirchenbuche die Spur, dass HeinrichAdolff bald in die Dienste des Herzogs von Sachsen-Merseburg über-gegangen sein muss, denn es findet sich hier die Eintragung:

Am 1. Januar 1687 ist der andere Sohn Herrn Heinrich Adolphsvon Wangenheim pro nunc Hauptmanns" (das heisst wohl Schloss-hauptmanns)zu M örseburgk geboren und den 5. ejusdem in der Dom-kirchen daselbst getaufft worden. Die vornehmen Pathen sollen folgendegewesen sein:

1. J. Hf. D. der Herzog Christian zu Merseburg und 2. des-sen Gemahlin Frau Christiana geborne Herzogin v. Barbi; 3. HerzogGustav Adolph von Mechlenburgk; 4. Herzog August zu Mör-seburgk und 5. dessen Gemahlin Frau Maria Hedwig, geb. Prin-zessin v. Mechlenburg; 6. Domdechant Hans Heinrich von Hahnuf Groningen zu Merseburg; 7. Herr Friedrich Marschall vonBieberstein, Hof-Marschall; 8. Hr. Jost Melchior v. Wangen-heim vf Sonneborn, Aspach, Bercka und Oe sterbehringen,Erbherr; 9. Hr. Christoph von Dümling auf Berg-Sulz, Oberjä-germeister; 10. Herr Stössner von Liebenfeld, Cantzlar; 11. Ober-hofmeisterin Frau von Pflug; 12. Cammerherr von Perlepsch zuMörseburg; 13. Herrn Adam Georgs von Wangenheim FräuleinDorothea Elisabeth und ist dem Kinde der Äame Christianus ge-geben worden."

Aus dieser Eintragung ins Sonnoborner Kirchenbuch können wireinen Einblick in das Leben Heinrich Adolffs gewinnen, welcherselbst seine Existenz im Dienste bei Hofe suchen musste, da sein väter-liches Erbe zu klein war, um ihm eine gesicherte Existenz zu gewähren,und nun durch die manchfaltigsten Anknüpfungen mit hohen fürstlichenPersonen und einflussreichen Hof- und Staatsbeamten seinen Kindern Pro-tektion für ihr künftiges Fortkommen zu verschaffen suchte. Er und seineBrüder scheinen sich mit ihrem Oheim Johann Levin junior und desOheims Gustav Adolph Söhnen so auseinandergesetzt zu haben, dassvon dem Drittel der Güter des IL Viertels, welches ihrem GrossvaterWalrab Adolph zu Theil geworden war, Johann Levin nach GustavAdolphs Tode 1673 zu seinem dritten Theile den Schafhof zu Brüheim