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Beiträge zu einer Familien-Geschichte der Freiherren von Wangenheim beider Stämme, Wangenheim und Winterstein ...
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II. Buch. Zweiter Abschnitt.

XIX. Oe-

ueratiou.

Neunzehnte Generation in der I. Linie des II. Viertels des Wintersteiner

Stammes.

428. Friedrich Carl, Carl Heinrichs vor dem Vater verstor-bener Sohn.Die Kinder des Friedrich JNicolaus:

a) die eben erwähnte Tochter Auguste Sophie,

b) der Sohn, welcher uns hier allein noch beschäftigt,

429. Friedrich Jobst.

Er war nach den Angaben eines beschworenen v. Werthern'schenStammbaumes am 21. April 1720 zu Gotha geboren und also beim Todeseines Vaters erst 14 Jahre alt. Da sein Oheim Carl Heinrich imfolgenden Jahre 1735 ebenfalls ohne Leibes-Lehns-Erben verstarb, so kamder gesammte Lehnsbesitz des Grossvaters Jost Melchior auf ihn wie-der zusammen, aber die Vermögens-Verhältnisse scheinen doch durch einebedeutende Schuldenlast, welche die Güter beschwerten, sehr bedrängtegewesen zu sein, und die Vormundschaft, an deren Spitze der Geheime-rath Hans Georg von Geismar stand, scheint nur durch Wieder-VerÄusserung der von Jost Melchior acquirirten Güter Asbach und Berkavorm Haynich (wenn letzteres Gut nicht etwa schon vor dem Tode de>Friedrich Sicolaus verkauft war) die Ordnung der Finanzen wiederherstellen zu können gemeint zu haben. Es wurde daher das Gut As-bach mit obervormundschaftlicher Genehmigung und lehnsherrlichem Con-sens bald nach des Schlosshauptmanns Tode für 10000 Mfi. an die Ge-meinde Asbach verkauft, und durch ein Versehen in diesem Verkaufsogar eine kleine Erbzins-Abgabe von einem später zum Gute zugekauf-ten Hause in Sonneborn mit eingeschlossen, welche gar nicht zum GuteAsbach gehörte, wodurch die Anomalie entstand, dass die Gemeinde,Asbach bis zur Ablösung, lehns- und erbzinsherrliche Bechte zu Son-neborn auszuüben hatte, und der Käufer der später s. g. von Thiim-mel'schen Güter, Präsident Adolf von Wangenheim, Erbenzinsmanide Gemeinder Asbach war.

Friedrich Jobst scheint früh in Sachsen-Weimarsche Militair-Diensteeingetreten zu sein, denn im Sommer 1747 finden wir ihn im Sonne-born er Kirchenbuche schon als Herzoglich Sachsen- Weimar-EisenachschenHusaren-Bittmeister bezeichnet, als er sich am 18. Juli mit CarolinaElisabeth Eleonora, der einzigen Tochter des damaligen Majors imLanddragoner-Begimente Georg Friedrich v. Wangenheim, auf demSchieferschlosse zu Sonneborn vermählte. Die Braut, am 13. Juni 17:'-!zu Sonneborn geboren, war also 23 Jahre alt, und schenkte ihrem Ge-mahl am 12. May 1748 eine Tochter Friedrike ^i agdalena Johanna