Stamm Winterstein. I. Viertel. IL Linie. I.Branche. I.Zweig. 523
Sinns unter den Mitgliedern desselben geleistet hat, durch seine Thätig- x[x - G °-keit bei Errichtung der Wangen heim- Winters tein'schen Familien-Stiftung und bei dem Zustandebringen des neuesten Fideicommiss-Statuts,ist im I. Buche dieser Beiträge wie im folgenden III. Buche erwähnt, undsoll hier nicht weiter ausgeführt werden.
Er hatte sich von Jugend auf dem Forstfache gewidmet, und nach-dem er den Feldzug von 1814 als Lieutenant des Gothaischen freiwilligenJäger-Corps mitgemacht hatte, trat er als Forst- und Jagdjunker in denGothaischen Staatsdienst ein, verwaltete zum Forstmeister und vom Her-zog Ernst I. von Coburg-Gotha zum Oberforstmeister befördert wäh-rend der Zeit von 1830 bis 1848 das Oberforstamt zu Tabacz, undwurde hier während Herzog Ernst Reinhardsbrunn zum Lieblings-Aufenthalt sich ausbaute, auf die Ideen seines Fürsten eingehend, derSchöpfer aller der zwischen Eeinhardsbrunn, Tabartz und dem In-selsberg angelegten Kunst-Strassen und Promenaden-Wege, welche die-sen Theil des Thüringerwalds in eine grosse Park-Anlage verwandelten.
Vom Herzog Ernst IL wurde 1848 seine Versetzung beschlossen undwurde ihm die Verwaltung der Landforsten mit dem Wohnsitze zu Go-tha übertragen, welche er noch einige Jahre wahrnahm, bis er sich inEuhestand versetzen Hess, und sich nach Brüheim zurückzog. SeineStellung als Chef der Landes-Vermessungs-Commission legte er gleich-zeitig nieder, während er den Vorsitz im Gothaischen landwirtschaftlichenVereine beibehielt, und sich der Angelegenheiten dieses Vereins fortwäh-rend mit dem regsten Eifer annimmt.
Am 17. October 1820 hatte er sich mit Frl. Louise Auguste, derältesten Tochter des Landjägermeisters Friedrich Ludwig Constan-tin von Wangenheim zu Georgenthal und dessen Gemahlin Au-guste Friedrike Charlotte, geb. v. Hopfgarten, verheirathet, mitwelcher er in einer 42jährigen glücklichen Ehe 9 Kinder erzeugte, von de-nen eine erste Tochter bald nach der Geburt starb, die übrigen aber(sechs sämmtlich verheirathete Söhne und zwei Töchter, von denen diejüngere verheirathet) noch gegenwärtig den grossen Brüheimer Familien-kreis neben einer zahlreichen Enkelschaar schmücken. Nach dem am 12.iSovbr. 1862 erfolgten Tode seiner ersten Gemahlin schritt Ernst Frie-drich im October 1865 zu einer zweiten Vermählung mit der Witwe des1864 am 21. März auch verstorbenen Bruders seiner ersten GemahlinFrau Mathilde Friederike Eleonore Wilhelmine Louise Nata-e, geborene von Benning, verwitwete von Wangenheim, aus wel-cher Ehe keine Kinder vorhanden sind.