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Beiträge zu einer Familien-Geschichte der Freiherren von Wangenheim beider Stämme, Wangenheim und Winterstein ...
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II. Buch. Zweiter Abschnitt.

xvi. Ge- nächste Stamm-Vater der noch heute blühenden beiden Branchen

neration-

sten Viertels des Stammes Winterstein.

des

Adam Georg scheint, der Sitte seiner Zeit gemäss, nach vollende-ten Studien sich in fremden Kriegsdiensten versucht und deutsche Höfebesucht zu haben, bis ihn sein alternder Vater Johann Levin in dieHeimath zurückrief, und den einzig ihm übrig gebliebenen Sohn, welcherdas 32. Lebensjahr bereits erreicht hatte, durch Abtretung seiner Güterzur Begründung eines eigenen Hausstandes und zur Verheirathung bewo?,wenigstens geht aus der Eheberedung vom 3. Febr. 1675 hervor, das«Adam Georg seiner Braut das Gegen-Vermächtniss und das Witthumaus seinen Gütern selbständig verschreibt, und der Vater Johann le-vin nun zuerst unter den Agnaten, welche die Eheberedung mit vollzie-hen, seinen Consens dazu ertheilt.

Die von ihm erwählte Gemahlin war nun Fräulein Anna Agnesa,die Tochter des Braunschweig-Lüneburgschen Oberforst- und Jägermei-sters Georg von Wangenheim auf Winterstein und fand die fei-erliche Verlobung am 12. Juli 1674, die Heimführung und das Beilageraber am 3. Februar 1675 zu Sonneborn statt mit einem köstlichen con-vivium, wie das Sonneborner Kirchenbuch bemerkt.

Die Braut brachte als Heirathsgut 1000 Reichsthaler mit, und em-pfing als Gegen-Vermächtniss 2000 Reichsthaler, welche ihr im Witwen-stände nach Leibguts-Recht und -Gewohnheit mit 10 vom Hundert ver-zinst werden sollten, als Morgengabe wurden der Braut 100 Goldguldenversprochen. Ausserdem sollte sie als Witthumfreies Logieament" odernach ihrer Wahl 600 Mfl. dafür erhalten, welche aber nach ihrem Todean die Lehnsfolger zurückfallen, und ferner l'/2 Malter Weitzen, 9 Mltr.Korn, 9 Mltr. Gerste, 9 Mltr. Hafer, 6 Metzen Erbsen, 3 Müllen HopfenAlles Häger-Gemäss, ferner 6 Gänse, 10 Hühner, 10 Hähne, 1 gut Bind,2 Schweine, 2 Hammel, 2 Mertens-Schafe, 1 Osterlamm, >/-2 Ctr. Fische,2 Eimer Wein, Alles frei geliefert, dazu ein Gras-Garten, zwei guteAcker Land, zwei gute Acker Grammts-Wiesen zur Unterhaltung ihresViehes dürre gemacht und durch die Fröhner vergattet und eingeführt,das Land soll von ihrem Mist gedüngt und mit ihrem Saamen besäet,sonst aber durch die Lehnfolger bestellt und Flachs, Kraut und Hübenvon den Fröhnem dem Herkommen nach beschickt werden; auch soll sie5 Schock Schütten-, 6 Schock Gersten- und 6 Hafer-Stroh und 15 MalterSpreu für das Vieh, und zur Feuerung 6 Klafter Scheit-Holz und 10Schock Beissig erhalten. Diese Ehestiftung wurde auf Seiten des Bräu-tigams, nach dem Wortlaute im Contexte beider Exemplare, von JohannLevin dem Aelteren seinem Vater, GeorgErnst seinem Oheim (dessenUnterschrift aber unter beiden Exemplaren des Dokuments fehlt), fernervon Friedrich Bernhard Fürstl. Sächsischen Rath und Hofmeister zt