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Beiträge zu einer Familien-Geschichte der Freiherren von Wangenheim beider Stämme, Wangenheim und Winterstein ...
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Stamm Winterstein. I. Viertel. I. Linie.

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zum Königl. Polnischen, Chursächsischen Fähndrich gebracht hat, damitxvm.oe-stimmt jedoch nicht, dass er in den vor dem Stadtrathe zu Erfurt 1778 ge-führten Verhandlungen über seinen Allodial-JSachlass mehrfach als Haupt-mann bezeichnet wird, was sich jedoch vielleicht damit erklären Hesse,dass er als Fähndrich aus dem Königlich Polnischen Dienste ausgeschie-den war, und, nachdem ihm der Aufenthalt in Wangenheim durch diedort gegen ihn verhängte Sequestration verleidet wurde, er sich nachErfurt begeben hatte, und dort entweder bei den Chur-Mainzischen Trup-pen oder bei der Miliz der Stadt Erfurt wieder eingetreten und hierzum Hauptmann avancirt war. Jedenfalls steht soviel fest, dass er am1. Juli 1778 unverheirathet zu Erfurt verstorben ist.

Ehrhard Christian, im Volksmunde nur als der tolle Junker Ehr-hard bekannt, führte in Wangenheim ein wüstes Leben, vernachläs-sigte seine dortigen Güter in jeder Weise, und war in vielfältige Eechts-händel verwickelt, welche seine Vermögens-Verhältnisse allmälig gänz-lich zerrütteten und eine Sequestration seiner Güter zur Folge hatten,welche seinem Vetter dem Obersten Adam Melchior zu Brüheimals nächsten Agnaten übertragen wurde.

Ehe es bis zur Sequestration seiner Güter kam, wurde Junker Ehr-hard vielfach von seinen Wechselgläubigern geplagt, und geht die Sage,dass er einst, als ein Secretair der Herzoglichen Regierung zu Gothaim Auftrage der Justizbehörde ihn zu Wangenheim in Wechsel-Arrestbringen sollte und sich dem alten Schieferschlosse über die Zugbrückenahte, die Kugelbüchse von der Wand nahm, und dem Boten der Justizdie Kugel mitten auf die Brust schoss. Der Herr Secretair hatte aberglücklicher Weise die Gewohnheit, seine Aktenfascikel sich unter seinemEock auf der Brust einzuknüpfen, und so retteten dieses Mal die Akten,in welchen die Kugel stecken blieb, ihm das Leben. Er eilte nach Gothazurück, und wurde nun ein Offizier mit einem Detachement Grenadiereabgeschickt, um Junker Ehrhards Arretirung zu vollziehen. Als derOffizier nun vor die aufgezogene Zugbrücke kam, und den Schlossherrnzur Ergebung aufforderte, erwiderte dieser, „dass, wenn er auf so an-ständige Weise arretirt werden solle, er nichts dagegen einzuwenden„habe, aber von einem Federfuchser lasse er sich nicht arretiren". Jun-ker Ehrhard ist darauf auf die Wachsenburg abgeführt, und hat dortseine Strafe für sein Attentat gegen den Canzlei-Secretair absitzen müssen.Das mag ihn den Aufenthalt in den Gothaschen Landen verleidet undveranlasst haben, seinen Wohnsitz in Erfurt zu nehmen.

Das Schieferschloss in Wangenheim war inmittelst so in Verfallgerathen, dass dasselbe im Jahre 1747 als nicht mehr bewohnbar verlas-sen und abgebrochen werden musste. Bei dieser Gelegenheit, erzählt dieSage, Hess Oberst Adam Melchior als Sequestrator die Frucht von den

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