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Beiträge zu einer Familien-Geschichte der Freiherren von Wangenheim beider Stämme, Wangenheim und Winterstein ...
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II. Buch. Zweiter Abschnitt.

XVI. Ge-ne ratiou.

mahlt.) Das Concept der Ehestiftung vom 1. Septbr. 1641 liegt unsvor, die Braut brachte danach neben ihrer Aussteuer 1500 Mfl. Ehegel-der ein, wogegen ihr zur Morgengabe 200 Mfl. und 1500 Mfl. Gegen-Vermächtniss auf die Güter versichert wurden, von welchen 3000 Hfl.sie 10 pro Gent jahrlich als Witthum und daneben einen Witwensitz inWangenheim, einen Garten, 6 Klaffter Scheitholz und 30 SchockWellen, 4 Acker Lein-, Kraut- und Rüben-Land in der Brache frei bestelltresp. angefahren, 2 Fuder gut Heu und ein Schock Bunde gutes Grummt,15 Säcke Spreu und 8 Schock Sommerstroh zur Erhaltung ihres Viehs.8 Malter Gerste zur Schweine-Mästung, 15 Michaelis-Hähne, 8 Gänse, 1Osterlamm, 1 Martinsschaf, 2 Hammel, 8 Malter Gemang-Korn, 3 MalterWeitzen, 8 Malter Gerste zum Brauen, 3 Malter Hafer, 2 Eimer Wein„fo guett alfs ehr zu Weifsen-Sehe erwächst" oder 4 Thaler fürden Eimer, 1 Malter Erbsen erhalten sollte. Das Witthum war danachsplendide bemessen, und wir sehen daraus, dass die dem Grossvater zu-getheilten Weinberge zuWeissensee noch im Besitze der Enkel waren.Die Vormundschaft für Friedrich Bernhards noch unmündigen BruderFriedrich J obst, ihr gemeinschaftlicher Oheim Wolff Ernst, und Ge-org von Wangenheim zu Winterstein (der nachherige Braunschweig-Lüneburgsche Oberjägermeister) consentirten zu dieser Ehestiftung, welcheauch die Vettern Johann Levin und Melchior Adolph zu Sonne-born und Hans Ernst auf Sonneborn und Kohlhausen mit voll-zogen.

Friedrich Bernhard stand damals schon in Kriegsdiensten, undscheint sich nur ab und an in Wangenheim aufgehalten zu haben, woihm am 16. Juli 1647 eine Tochter Barbara Elisabeth geboren wurde,Er wird dabei im Kirchenbuche als Gapitain-Lieutenant bezeichnet, undso heisst er auch in dem Kaufbriefe vom 15. Februar 1663, wodurch erund seine Gemahlin Juliane, geb. von Wechmar, die seinerseits vonHerrn Georg von Kötschau erkaufte freie Kemnate vor Walters-hausen mit lehnsherrlichem Consens an den Amtsschösser JohannHackspann zu Nägelsted t für 2100 Mfl. verkauft. Bald darauf-wirder aber den Sächsischen Dienst verlassen haben, denn er erscheint in den fol-genden Jahren als Ghur-Pfälzischer Hofmeister, Rath und Amtmann zuBirckenfeld. Seine erste Gemahlin hat er zwischen 1673 und 1677durch den Tod verloren, ob dieselbe ihm mehr und an anderen Ortennoch Kinder geboren hat, haben wir nicht zu ermitteln vermocht. Ingleicher Weise ist uns die Veranlassung unbekannt, welche ihn später indie Dienste des Herzogs Ernst des Frommen von Gotha zurückführte,bei dessen Leichenbegängniss er als Rath und Haushofmeister d. h. Hol-marschall genannt wird, während wir ihn 1683 als Herzoglichen Katliund Oberst-Lieutenant und 1684 bei seiner Beisetzung in Wangen heim