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Beiträge zu einer Familien-Geschichte der Freiherren von Wangenheim beider Stämme, Wangenheim und Winterstein ...
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II. Buch. Erster Abschnitt.

vi. Ge- n i]j en <j es Landes Thüringen gefeiert wird, und sich bis auf den heuti-

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gen Tag im Volksmunde erhalten hat.

14. Friedrich III. , Friedrichs I. Sohn (1296—1353).

Wir wollen hier den Inhalt der zahlreichen Urkunden nicht wieder-holen, in welchen wir unsern Friedrich (der nach seinem Vater unddessen mütterlichen Grossvater Friedrich von Treffurt genannt war,und welchen wir den Dritten nennen, weil der Geistliche Herr, Frie-drich von Wangenheim, Luczens Bruder, als der Zweite eingereihtwerden musste) mit seinem Bruder Allbert II. oder Apel und mit sei-nem Vetter Ludwig V. oder beiden gemeinschaftlich handelnd haben auf-treten sehen, und wenden uns vielmehr den sonstigen Nachrichten zu,welche uns über diesen ausgezeichneten Mann aufbewahrt sind.

Wahrscheinlich hat er schon sehr jung sich dem Gefolge des Land-grafen Friedrich mit der gebissnen Wange, den die Chroniken denfreudigen Landgrafen nennen, angeschlossen, und es ist nicht unwahr-scheinlich, dass er mit seinem Bruder Albert und ihren getreuen Dienst-männern, den v. Utenrode, den Schafs, den Strigern, Archfeld,Hecht, Snoczen, Goldbach und wie sie alle heissen, unter welchenmancher die Ritterwürde sich gleich ihm errungen hatte, die Vertheidigerdes Schlosses Winterstein waren, als der Kaiserliche Heerführer derEdle vonWilnowe mit Hülfe der Eisenacher Bürger 1307 dieses Schlossvergeblich belagerte, und nach acht Tagen unverrichteter Sachen wiederabziehen musste, und später bei Eisenach in die Gefangenschaft des Land-grafen gerieth (Reg. 67 der I. Sammlung). Schon früh muss er sich dasVertrauen des Landgrafen erworben, und fest zu ihm gestanden haben,denn jedenfalls noch sehr jung (129G war er mit seinem altern Brudernoch minderjährig 1304 bei Veräussrung des Gr.-Lupnitzer Fischwassersvielleicht eben volljährig, würde er 1307 etwa 24 Jahre und 1310 also27 Jahre alt gewesen sein) erscheint er 1310 am Freitag nach Himmel-fahrt unter den 21 Bürgen des Landgrafen, als Graf Günther von Ke-fernburg dessen Frieden mit der Stadt Erfurt vermittelte (Urkunde 23der IL Sammlung).

Die Streitigkeiten, in welche in den folgenden Jahren, wie wir schonfrüher gesehen haben, die Herren von Wangen heim, im Bündnisse mitden Grafen von Beichlingen und den Grafen von Hohenstein, mitFriedrieh vonSalcza und Utto von Vanre gegen das Erzstift Mainz,den Abt von Fulda und die Grafen von Schwarzburg verwickelt wa-ren, sind nicht ausser Zusammenhang mit den Verwicklungen zu denken,in welchen Landgraf Friedrich der Freudige von 1306 bis 1315 be-fangen war, und welche wir aus der allgemeinen Geschichte Thüringenskennen.