12welche wir unter dem Namen des Bruders Hermannvon Lehnin besitzen, für eine Prophezeiung, und alsoderen Verfasser für einen Propheten zu halten.Den Beweis, daß die Ereignisse, welche in dergedachten Schrift, bestehend aus 100 Sätzen, vorher-gesagt worden sind, sich wirklich ereignet haben, wer-den wir gleich unten führen, und dann zum Schlussesehen, wozu uns die Prophezeiung verpflichtet. Nurüber das Dasein der Prophezeiung wollen wir hiereinige Bemerkungen machen.Wir vermögen es nicht, durch Denkmale oder Zeu-gen strenge zu beweisen, daß die fragliche Schriftwirklich von dem Bruder Hermann von Lehnin her-rührt, und eben wenig, daß dieselbe wirklich ausdem dreizehnten oder vierzehnten Jahrhunderte her-rührt, wiewohl die größte Wahrscheinlichkeit dafürspricht. So viel aber ist gewiß, daß die fraglicheSchrift, wie wir sie hier mittheilen, im Anfange desvorigen Jahrhunderts bekannt war und gedrucktworden ist. Das läßt sich nicht hinwegläugnen. Beiunsrer folgenden Untersuchung werden wir also ganzbesonders darauf unser Augenmerk zu richten haben,ob seit dieser Zeit, Ereignisse die außer dem Vereichemenschlicher Erkenntniß lagen, aber in dem fraglichenDokumente vorhergesagt waren, sich ereignet haben.Denn findet sich dieß, dann sind wir berechtigt undverpflichtet, die Schrift für eine wirkliche Prophezei-ung zu halten, und dann liefert sie selbst uns auchden bündigsten Beweis, daß sie wirklich von demBruder Hermann von Lehnin herrührt, also gegen
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Die wunderbare Prophezeiung des Bruders Hermann von Lehnin : mit vollst. Erklärungen nach dem französ. Werke
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