67. Flecto gemia mca ad Deum et patrem Domini Jhesn Christi. 371
Kinder, wo ich disen woren grünt vinde, den rat ich das mir Got zetünde git, und losse mir ieklichen fluchen und schelten als vil er wil. Deshant unsere swesteren gut tun; wer sich her in keren wil, des sint si fro undgeut dem urlob als vil si wellent; das ist doch verre und ze mole ob üwernufsetzen; das ist ein minneklich heilig ding und von dem heiligen geiste 5gestiftet.
Liebes kint, blib iemer in disem covente diser vorgesprochener tilgendeund hüt dich vor der stiefswester, der annemlicheit und vor eigener minne: dermiis man recht das höbt ab slahen; wan die wil iemer etwas haben: si gat zuder sermone, zu dem sacrament, iemer das si üt habe. Der oren liabe ze 10hörende, der höre.
Nu spricht S.Paulus fürbas: 'das ir habent die kunst Christi'.
Nu hörent was die kunst Christi si. Die kunst was do er des tüfels1 ist überwant mit dem bitterlichesten schentliclieston tode den ie mensche iegeleit, und domit er uns alle erloste. Und do er für alle menschen der ver- 15lossenste was, do was er sime vatter aller gevellichest, do er rief: 'G ot, Got,mi n Got, f!83 r ] wie hast du mich verlossen!' wan er was me verlossen undbitterlicher wan ie heilig verlossen wart.
Dis verlossen bekante er do er uf dem berge bliit switzte. Und dochin_ilejii_..se]ben was er nach sinen obersten kreften ein besitzer des selben des 20er ietzunt gebruchet: der gotheit die er selber was.
Dis ist die kunst Christi. Diso kunst die gieng für alle kunst, das sich
der .....mensche von ussen und von hinan hielte trostlos und verlossen und
eilende von allem enthalt, und stünde in rechter gelicher gelossenheit als unserherre Jhesus Christus was verlossen. So wer in disem aller werlichest stünde 25eilende und in trostloskeit, der were dem vatter aller gevellichest.
In disem menschen da riebet und regniert Got, und in des inne-Wendigen menschen grünt do wirt der weseliche fride geborn. Und den fridenden dir Got da gegeben hat, den ensolt du dir nieman lossen nemen, wedermenschen noch engel noch tüfel; denne doch sol man den usseren menschen soalles in getwange halten und in einem gelinkten underwurfe und in argwenigeund ime mit getrüwen noch geloben, denne undertrucke in, das er dem innc-wendigen menschen kein hindernisse insi in allen wisen, und sunderlich insinen sinelichen lüsten. Wan alle die wile der mensche in diser zit ist, so
4. dem] den S. und z. m. /'. 8. 5. heilig] gilt S. 9. man v. j. IL übergeschr. E.si] und 8. 10. sermone] bredige S. nach habe- domitte ir wol si 8. 12. P. selient dasir li. Bruch. 13. Dieselb k. was das er Bruch, das was die k. do mit er 8. 14. schent-
lichesten f. 8. Uf. den ie mensche ie geleit /'. S. IG f. r. min g., min g. w. 8. 18. bitter-lichen S. 20. das zweite des] das S. 22. Dise kunst die] und 8. 24. relite 8.27. richset S. 28. grünt 8, f. K 30. t.; und solt doch den 8. 31. argweuige S, arg-wenig- E. 34. sinelichen] gebrestlichen 8.
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