66. Querite primum regnum Dei et jnsticiam eius. 359
mit noch enneient, wan Salonion in aller siner wisheit und riclitüm enwart niegekleidet als diser eine; — noch die vogel des himels, wan si enseient noch siensnident noch ensamnent in die schüren, und üwer himelscher vatter genertsi. Ensint ir denne mit besser wan der dekeiner?
Und ich sag üch: ir ensüllent mit sorgen üwer seien was ir gessent, 5und och nüt [172"] i'nverem libe wo mit ir üch gekleident. Und ir sullent nütsprechen: ' ; was essen wir?" oder "was trinken wir?" oder "wo mitte kleidenwir uns?"; wan diser dinge begerent die lüte. Mer üwer himelscher vatter derweis wol das ir dis alles bedürfent'; und schiltet und spricht: 'ir kleinesglöben, wes sorgent ir? Süchent zem ersten das rieh Götz und sine ge- 10rechtekeit, so werdent üch alle ding zu geworfen.'
Kinder, do vor sprach er das nieman zwein herren emnüge gedienen:Gotte und dem richtüm; den einen müs er minnen und den andern hassen. Esist ein wunder und ein unbegriffelich ding das hie inne beslossen ist. Wirsolten recht dis ewaugelium für unser ögen setzen, und solte unser pater 15noster sin. Wie blösklich unser herre uns die worheit leret mit offenbarenWorten und mit guten woren glichnissen, und verbüt hie alle sorgvaltikeit zer-geuglicher dinge und spricht hie: 'weler üwer mag mit sinre sorge sime libean der lenge üt zu gelegen? ir krankes glöben!' Kinder, hie sehent ir wolan diser rede wie uugelich alle menschen gemeinlich der worheit lebent in 20aller der weite. Dis ist ein heimlich verborgen gebreste der unter diser sorg-veltikeit geschieht; das ist die leide gritikeit, die der siben höbtsünde eineist. Uise sünde die tut unmerklich den aller meisten schaden der in ertrichgeschieht.
Merke ein ieklich mensche und sehe was wimders, was [173 r ] arbeit, 25was zit, was flisses und behendikeit wirt erdacht und geübet, ein ieklichsgegen sime nelisten.
Och solte man die materie rüren ze gründe, was würde dannan us?Aber gent mir urlob das ich ein wening dar ab spreche.
Nu merkent was das si das wening ieman Gotte der alle ding vermag, 30getar getrüwen, und sorgent und schaffent und würkeut und tönt ein ieklichsals ob er eweklich leben sülle, das alles us disem gründe kumet. Sehe maurecht dar in, man mochte sich es wol erschrecken wie der mensche das sinesuchet in allen dingen engegen allen menschen, in worten, in werken, in gaben,
1. enneient] negent <S'. wan E, und S Druck, wart er nie 8. 2. wan si enseient]die weder segent 8. 4. der dekeiner] dekeiner von disen 8. 8. lüte] am Band: 'Corrig.:heiden' 8. 9. dis] des S. 15. setzen] spannen S. 17. worein glichnisse 89. 18/'. sinersorgen an [an f. 89] sinem libe an die lenge üt gelegen? zu irs krancken gl. S. 20. ung.
aller menglich in der [aller der 89] weite der woili. lebet S. 23. D. s. t. den unmöglichen
grossen seh. Ä. 29. aber — spreche /'. 8. 31. tünt v. j. H. in eine leergelassene Stelle ein-
gesetzt E. 32. ob ir e. 1. soltent 8. 33. es f. 8. 34. alle (vor menschen) 89.