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Die Predigten Taulers : aus der Engelberger und der Freiburger Handschrift sowie aus Schmidts Abschriften der ehemaligen Straßburger Handschriften
Entstehung
Seite
352
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3o2 64. Beati ocnli qui vident que vos videtis.

sunder es ist m der wesenlicheit, in dem gründe: da ist es unabziehelieh undbibliplich und [166 r ] nüt in der würklicheit noch wise der zit hie; wan indiser zit sint die ding wandelber und die unzellicheit der würklicheit; vonallem disem hat es wol ein underyal in dem werke und mit in de m wesend e,5 da disem recht ist. Und der reclit her in ist komen, der mag wol selig humanab heissen. Und dise selikeit meinde unser herre do er sprach: 'Beati ocnli,selig sint die (igen die do sehent das ir selient'.

Kinder, dis ze bevindende das müs stat und stunde haben und einstille und bibliben und ledikeit, und dar zu ist die nacht sere gut: die ist

10 stille und lang. Und als man dis denne des morgens ein wening solte bevinden,so darf man dis und des und beginnet eins anderen, unde löffet man her unddar und enwartet dis mit von innan in ledikeit. So kumet der tufel undbestosset die wege, das dir dis lichte niemer me enwirt, und ein anders wirtan dine stat gesast, der sich dar zu haltet.

15 Liebes kint, git dir Got ein kunigrich, so git er dir och wol ein

müitclihot Git er dir dis grosse, er versieht dich och wol des du not hast.An disem lit der aller gröste schade das ir enkein bi hüben mit enhant. Diserlüte ensol sich nieman an nemen; wan der babst und die heilige kilche dieennement sich ir nüt [KiG'j an; si lossent Got mit in gewerden. Dis alles

20 mochte man wol beweren an manigen enden der geschrift der aller gröstenheiligen die die zit hette. Dis nemt David 'in pace in id ipsum' einen slaf,und S. Paulus der nemt es ein fride der alle sinne iiber triftet, und S. Johannesder nemt es ein stille die eine halbe stunde wert, und manig ander gros heiligder heiligen kilchen: Sant Dyonisius und S. Gregorins und manig ander die vil

25 hinnan ab geschriben liabent. Disem müs man gerum und flis geben. SprichetS. Augustinus: 'wenne Got würken wil, so sol mau zu siine werke ein flissigbi bliben haben'.

Dise süllent hören das unser herre leret senftmfitikeit und demütkeit,und sin joch were senft und sin bürde die were licht. Ein joch das ist ein

30 ding das man füret oder ziihet. Der himelsche vatter der füret und zühet disemenschen innewendig in dem aller innersten und och uswendig mit manigemwunderlichem ufvalle und sweren wisen; das ist disen menschen alles senfteund alle bürdin sint in wunderlich licht, der vatter mag si ziehen wie er wil.

1. sunder wes /. S, sieht 89. es (nach ist) a. B. nachgetr. E. 2. zit; hie in S.4. allem /'. 8. ein E, einen 8. 5. disem] ime 8. 8. Kinder] und 8. 13. verstopft!,

Druck. 14. gesät S. IG. vor hof v. j. II. gestr.: munch E; aber nninche hof S, mnuicliehof 89. er versieht dich] er git dir 8. not hast] bedarf't 8. 21/'. Disund /'. Ä

22. Sanctus Paulus sprichet im ein f. 8. 25. disen 8. 2G. Aug' E. nach wil urspr.:und zu; dann und gestr. und mit Veno. a. B. (v. Sehr.?) nachgetr.: so sol / man; nachwerke urspr.: sol ein; dann sol man gestr. E. 30. Der himelsche zühet f. S,

steht E 89.