63. Duo in altunt et laxate reoia vestra in capturam. 343
morne abe losse, sunder er sol sin stete an der übunge alle zit, alle stundeund alle tage, ob er zu sinem besten [157 r ] komen wil; nüt hütte leben Gotteund morne der naturen oder den creaturen. Hie ab gruwelet etlichen lütenund getürrent Gotte nüt geloben noch getruwen, und dunket si ein gros dingund kerent wider und gedenkent, si envermügent dis nüt; si wellent leben als 5die und die die der naturen lebent, und wellent als wol varn als si und kerentwider zti der weite. Wan alles das ist weit, das Got nüt ist. Da zerrissetdas netz, und alle die vische die dar in koment, die vallent derdurch.
Kinder, ir süllent wissen das alle die werk, wie gros und wie gut sisint, der Got nüt ein sache enist, der ennimet er sich ein traben nüt an, und ioalle habent si etwas naturen der symonien. Das ist symonie das man gitgeistlich gut umbe liplich zitlich gut, und ist der meisten sünden eine. So welmensche nu tut gute geistliche werk die götlich solten sin und ocli schinent,und git die in sinre meinunge umbe zitlich zergenkliche Sachen, weler künuedie sint, es si inwendig oder uswendig, die in der worheit Got nüt ensint, die 15machent sich etwas schuldig an der sünde in geistlicher wise, Si büstent irnetz. Also sol der mensche sin netz, das zerrissen ist mit deheinem schedeli-[157"] eben usgange und im zerrissen ist, büssen mit eime gantzen widerkere,und sol tun als der ein krumb holtz suchten wil: der wider büget es medenne recht, und von dem widerbügende so wirt es recht. Und mit worem 20bekentnissin und mit tieffer demütkeit so klage Gotte mit S. Peter: 'herre, ichhau alle dise nacht gearbeit und hau nüt gevangen'. Alles das der menschearbeit sunder Got, das ist alles nacht und vervohet ze mole nüt. So vellet eroch wol in dem wege Götz in tragheit und in slaflieit, das die nature unge-schicket ist zii allen guten dingen: denne ist es nacht. Denne sol man den 25uswendigen menschen üben mit arbeit, hende und fasse und rügge, und solalles meinen wider in den grünt. 'Herre, in dime worte wirf ich us min netz';das süllent sin alles des menschen werk, wort und gedenke: essen, trinken,slaffen, wachen, alles in sime worte.
1. der] göttelicher S. lf- alle st.—tage /'. S. 2. ein nu (nach mit) und hütte
ycalr.; hütte v. j. IL neu über nu gesetzt und nach gotte gleichwohl wiederholt E. 2/. n. li.gotte 1. m. S. 3. der er. S. vor grüwelet v. j. E. übergeschr.: ab, nach lüten rad.: für E.etlichen] den S. 4 und — getruwen /'. S. 5—7. si env.— Got] sü mügent es nüt lange tribenund lont abe und lebent der naturen also ie von erst und allem dem [erst und kerent —weit(= 6-7 E) 88] das got S. 8. die dar —die /'. S. derdurch] us S, darus 88. 10/'. sint,in weler wise sü geschehent, in den g. 11. luter meinunge [luterlichen geineinet 88] ist, er kertsich mit dran, wan sü haut ettewas S. 12. grösten S. 13. und och] also sü S. 11. zitl.zerg. sachen] zitliche ding S. 15 -16. die in — wise] das ist symonie in geistlicher wise S.16—18. weyß, die da heisset Simoncy, da durch zerrissen wirt das edel netz der seel. Vnddarum welchem meschen zerrissen ist das edel netz seiner sei, der sol es wider vmb büssenDruck. 17/'. das mit süntlichen dingen z. i. büssen S. 18. nach ist v. j. II. gestr.: das
sol er E. 19/'. es und dovon wurt es reht S. 23. uer vor vohet oben übergeschr. (v.j.H.?) E.ze mole f. S. 25/'. Der usser mensche sol werden geübet mit S. 28/'. essen —worte /'. S.