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Die Predigten Taulers : aus der Engelberger und der Freiburger Handschrift sowie aus Schmidts Abschriften der ehemaligen Straßburger Handschriften
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327
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60 h. Karissimi, humiliamini sub potenti manu Dei. 327

ist wan alle die grossen werk die deliein mensche würket. Wenne ein menscheeins niiwen Werkes, einer nüwen wise wil beginnen, so valle des al zemole inGot, das er sin ere in im füge, und besehe vil eben ob siner gnaden also genügsi und ob siner trift recht si und ob sin nature also gevölgig si und ob er diekost bezalen müge die dar uf vellet, und kere in sin nicht vermögen und sehe 5in sinen grünt und warte des und losse sin uslöffen sin und sehe ob er clisengrünt in der worheit in ime vinde: [143 v ] wore weseliche demütkeit, minneund bescheidenheit; het er dise, sicher so solte Got grosse und wunderlicheding in im würken.

Nu sprach min herre S. Peter fürbas: 'brüder, wissent das ir die selbe 10lidunge lident die üwere brüder lident in der weite'. Lieben kinder, es müsiemer gelitten sin. Der mensche der si wo er si, er müs ie liden, die demvigende dienent in der weite. Sehent wie maniger stolzer helt und frischgeselle ir leben wogent und hant verlorn in dem dienste, den kein ander Ionenwirt denne das fleisch den wurmen und die sele dem tüfel. Was git in 15ieman her umbe? So mngent ir gerne durch Got liden der sich selber undhimelrich und ewig leben üch geben wil, und er hat selber gelitten. Sit dashöbet hat gelitten, so scheinen sich die lidere ob si nüt enlident. Wer lidetnoch als vil als unser lieber herre lasters und smacheit noch alle tage lidet?Were er in lidender wise als er was, so litte er nu verre me denne er do leit 20do im der tot wart an geton; wan er wirt manig werbe des tages gekrüzigetmit grüwelichem swerende, und im sin tot, sine wunden also verwissen werdent,und sin marter die wirt im tegelich ernüwet, und erfrischet sine wunden undvergossen sin tür blüt mit einer ieklicher totsünde in einer wise. Was lastersgeschihet im tegelich, das sin reiner wirdig götlich licham tegelich wirt 25enphangen in als manig unrein stinkent tafellich vas, das der Avelte der [144 r ]creaturen willeklich vol ist! Und wer es im in pinlicher bevintlicher wise, sower es im swerer das in die nement, denne das in Judas enphieng. Wan disebekennent in dem glöben das er ir Got und ir schepher ist, und das was imunbekant. Und möchtent sin frünt dis mit bevintlicher materielicher pine liden 30als si es von herzen und mit smerzen der minne lident, so wundet dis irherze und gienge durch ir sele und durch ir marg. Und möchtent si disgewandelen mit liplichem sterbende, das sterben wer in frölicher wan ir

1. grosten S. die—würket] die von frigen willen werdent gewürcket S. 2. vallees domitte in S. 3. in im] do inne S. eben] genote S. sinen eren und gn. S. 4 f. undob sin—vellet f. S, steht 88. 5. sin (vom Sehr.?) aus din korr. E. 8 f. grosser wunder

in S. 12. Der m. der] ein m. S. liden, oueh die S. 14 f. dienste, und wurt in k. a. 1.wenne den w. der lichamc und iS'. IG /'. der üch daruinb wil geben sich s. u. das h. u. ew. 1., wannee. h. ouch s. für üch g. S. 18. Schemen korr. aus schament? E, schament S. 19. sm. hetgelitten und noch S. 22. tot und sin S. 2G. tüfellich f. S. weite der /'. S. 28. swerer E.30. möchtent S, möchtent E. 31. wundete S. 32. gienge teilw. auf Bas. E; urspr. got?

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