60 f. Qui manducat meam carnem. 313
mit den ir müssent gejaget werden. Fluch in Gk)t; also als den liirtz wnrttürstende noch dem jagende, also soltu die richte slechteclich'en löffen und lasdich tiirsten in nüwer wise noch Gotte: du wirst darumb gejaget. Unser herrejaget einen ieglichen noch dem das im nütze und not ist; löf durch senfmütec-lichen mit getult, so wurstu so wunderliche mürwe und smackest denne unserm 5herren über alle masse wol. Und obe du disen grünt hast, so kummestuzu dem allerhöhesten, und gat dir selber zu durch dise tilgende, demütikeit,barmehertzekeit und minne. Die gemeine minne ist ietzent also gar verlöschenin allen stetten der weite: wo man ein menschen fünde der sime gründe noch-gienge, dem solte man also getrüwelich vorgan. Disen grünt vindet man in 10elüten; ire kint daz sint ir hunde, bede, man und fröwen, in klöstern und inklosen. Nüt sol dine minne alleine sin uf die von diner stat oder von dinerwise sint: die uzgenomenheit das heissent secten, die die heiligen also sereverwerffent. — Und dise wise, wie man sich alle creaturen sol lossen jagen unddaz liden in rechter gelossenheit und swiglicheit, das got über alle übunge, 15vasten oder wachen oder betten oder halsberge tragen oder tusent rüten uf dirzerslagen. Kint, stundestu in diseme, so möhtestu wole zu der würdigen spisegan. Wissent, es ist ein sorglich ding das man zu Gotte get unwürdeclich undsunderlich mit weltlichen hertzen, besessenen gründen willen und wissendes, essi von waz kunne sacken das si, tot oder lebende. Sünder die menschen 20die sich vindent bereit alle ding zu lossende die sü wustent das Got gelossenhaben wolte, und ze lidende, und lident sich in dem streifende Gottes und gantdurch die tilgende Gottes und mit getult durch das gejegede von Gotte undvon den creaturen, wie dicke süllent die zügon? Vindestu daz in dir das dasstroffen Gottes in dir merre wirrt, und lidest das mit einer senftmütiger ge- 25lossenheit, und daz die minne zu Gotte grösser wiirt und in dir verlöschet denturst geschaffener dinge, und das die götteliche vorhte wahsset, so ist keinübunge die nutzer si denne der werde licham unsers herren zu nemende. Nuwie dicke? Dannanvon sprichet sant Ambrosius: 'diz ist unser tegelich brot'.Wo nemen wir nu den priester der uns tegelichen gebe? Liebes kint, sich: 30obe dir hie von dem priester verseit wiirt, so sich das du in rechter gelossen-heit und in frieden blibest, und, val uf din nilit und nüt zwifele, er wirrt dirgeistliche vil lichte fruchtberlicher, denne obe er wurde dir in dem sacramente:do soltu in in dem geiste essen; 'der mich isset, der blibet in mir und ich inime'; das ist in eime grate. — Nu sint noch zwene grete, die verre höher sint. 35
1. als] so 88. if. notturfftig ist. Vnd darumb so 1. fröliclieu vnd willigklichen
durch die demütigkeit in gedult, vnd durch senfftmütigkeit, on zweyfel so würst du Druck.7. t. durch d. 88. 1 f. d. und b. Ol. 8. ietzent] nu 88. 10. dem] de Bruch. vorgan]versehe Druck, gr. den v. 88. 11. und (vor in) f. 88. 14. verwosent 91 (= verwazent ?).17. zerslahen 88. 18. gan Druck; in S undeutlich, ob gar oder gan. Wissest 88. 20. das]es 88. Sunderliche dise m. 88. 23. gottes und f. 88. 30. u. das brot t, 88. 33. frucht-berer 88. 34 ich blibe in 88.